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Donnerstag, 26. März 2020 - 07:10 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Floristen kritisieren Ungleichbehandlung in Corona-Zeiten

Floristen fühlen sich im Vergleich mit Baumärkten durch die Schließung während der Coronakrise benachteiligt.

Floristen fühlen sich im Vergleich mit Baumärkten durch die Schließung während der Coronakrise benachteiligt. (Foto: dpa)

Der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) kritisiert, dass angesichts der Corona-Pandemie für Blumenläden strengere Vorschriften gelten als etwa für Baumärkte. „Es ist unerträglich, dass Baumärkte und Gartenfachmärkte noch geöffnet sein dürfen und die kleinen Blumenfachgeschäfte nicht“, sagte der Geschäftsführer des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Karlheinz Schober, der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei gerade für die kleinen inhabergeführten Geschäfte „schwierig - und vor allem nicht nachvollziehbar.“

Bring-Service, um sich über Wasser zu halten

Laut FDF verstärkt diese ungleiche Behandlung die durch die Schließung bedingten Existenznöte der Betriebe noch. Floristen im Saarland und Rheinland-Pfalz müssen Tagen wegen der Sicherheitsvorkehrungen ihre Läden geschlossen halten. Einige versuchen, sich mit einem Bring-Service über Wasser zu halten. „Ich bin froh, dass sie überhaupt noch diese Möglichkeit haben“, sagt Susanne Storb, Geschäftsführerin des Landesverbandes Deutscher Floristen Saar. Manche Floristen seien zwar sehr fantasievoll und versuchten, das Beste aus der Situation zu machen. Doch Hilfe von der Politik sei dringend erforderlich: „Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, die Mieten laufen weiter und die Einkommen brechen weg - insofern sind sie wirklich auf massive Unterstützung angewiesen.“

„Beschränkungen sind notwendig“

Das Wirtschaftsministerium in Mainz verwies in diesem Zusammenhang auf das Soforthilfeprogramm für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen, das Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) vorgestellt hatte. „Wir wissen alle: Die Beschränkungen sind notwendig, um Leben zu retten. Wir wissen auch, dass sehr viele Unternehmen und auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor großen Herausforderungen stehen“, teilte Sprecherin Susanne Keeding auf Anfrage mit.

|dpa