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Sonntag, 21. April 2019 - 16:07 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Festung Betzenberg verkommt zum Selbstbedienungsladen: FCK verliert 0:2

Kein Durchkommen. Auch Jan Löhmannsröben (rechts) kam nicht zum Zug. Foto: KUNZ

Kein Durchkommen. Auch Jan Löhmannsröben (rechts) kam nicht zum Zug. Foto: KUNZ

 

Werbung in eigener Sache? Werbung für die Betze-Anleihe oder Investitionen via Kapilendo? Mitnichten! Der 1. FC Kaiserslautern kassiert am Ostersonntag vor 21.517 Zuschauern beim 0:2 (0:0) die dritte Heimschlappe in Folge. Rund 4000 Rostocker Fans sind selig. Die Festung Betzenberg ist zum Selbstbedienungsladen geworden. Am Ende flüchten die Fans. „Die West“ ist beim Abpfiff fast leer – ein emotionaler Tiefpunkt. In der kompletten zweiten Halbzeit hat der FCK eine einzige Chance. Bester Lauterer: Torhüter Lennart Grill. „Dass die Zuschauer früher gehen, dass sie pfeifen, das haben wir uns verdient mit diesem Spiel“, sagte Grill, der bei beiden Treffern nichts machen konnte. „Wenn die Rostocker in der ersten Halbzeit ihre Chancen besser ausspielen, führen sie schon zur Pause 1:0 oder 2:0.“

Strohfeuer statt Osterfeuer



0:0 zur Pause. Nun spielen die Lauterer Richtung Westen auf ihre Fankurve zu. Es ist ein Strohfeuer. Nach 55 Minuten führt der Gast durch einen Top-Konter: Merveille Biankadi lässt André Hainault stehen und bringt den FC Hansa verdient in Front.
Es ist wie so oft in den letzten Heimspielen: Dem Passspiel der Lauterer fehlt die Präzision. So wird jedem Gegner das Verteidigen leicht gemacht. Großartig herausgespielt das 0:2: Solo Cebio Soukou, Biankadi vollendet (65.). Schlimmes Niveau: Nach einer Flanke von Toni Jonjic kommt Timmy Thiele am Elfmeterpunkt frei zum Kopfball – der Ball fliegt weit am Tor vorbei (67.).

Geburtstagsfeier „versaut“



Systemgleich im 3-4-3 begegnen sich der FCK und der FC Hansa. Taktisches Opfer der Umstellung ist Gino Fechner, für den Toni Jonjic als dritte Spitze startet. Für Dominik Schad, der einen Außenbandriss auskuriert, kehrt Christoph Hemlein auf die rechte Außenbahn zurück. Dritte Änderung gegenüber dem 1:1 vor Wochenfrist in Cottbus: Kapitän André Hainault verteidigt nach seiner Gelb-Sperre für Lukas Gottwalt.
„Die Dritte Liga ist eine Fehler-Liga“, pflegt FCK-Coach Sascha Hildmann zu sagen. Wenn dem nicht so wäre, hätte der FC Hansa schon zur Pause geführt. Drei hundertprozentige Chancen versieben die Rostocker: Pascal Breier steht in der 16. Minute frei, statt abzuschließen aber flankt der Mittelstürmer ins Niemandsland. In der 24. Minute startet Soukou ein feines Solo, Biankadi steht frei – aber Soukou unterläuft ein schlimmer Fehlpass. Eine Minute vor der Pause verliert Mads Albaek den Ball, Soukou bringt Biankadi ins Spiel, Breier steht einschussbereit frei, da fliegt Kevin Kraus heran und klärt zur Ecke.
Der FCK verbucht vier Möglichkeiten in den ersten 45 Minuten: Florian Picks 16-Meter-Schuss greift Hansa-Schlussmann Gelios sicher ab (10.). In der 25. Minute ist Christian Kühlwetter auf dem Weg sich zu seinem 23. Geburtstag selbst zu beschenken, aber Julian Riedel rettet im letzten Augenblick zur Ecke. Eine Minute später findet ein Schuss Jan Löhmannsröbens nicht das Ziel. In der 32. Minute bedient Kühlwetter Löhmannsröben, der seinen 28. Geburtstag feiert, „Lö“ scheitert knapp. So machen Geburtstagsfeiern keinen Spaß!

Ehrliche Selbstkritik



„Die zweite Halbzeit, das war gar nichts mehr von uns. Warum, das ist schwer zu sagen. Die Luft ist nicht raus, wir geben ja auch im Training Vollgas, kriegen das im Spiel aber nicht auf den Platz“, sagte der emsige, aber am Ostersonntag nicht effektive Kühlwetter. „Respekt vor den Rostockern, dass sie trotz der großen Entfernung mit 4000 Fans hierherkommen.“ „Gutes Wetter, gute Stimmung und dann so ein Spiel … Das Training ist gut, da ist Feuer drin. Ich weiß nicht, warum wir das im Spiel nicht auf den Platz bekommen“, sagte Löhmannsröben. Auch er war schwach.





 

|zkk, osp