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Freitag, 09. Februar 2018 - 20:36 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

FCK besiegt Kiel 3:1

Von Oliver Sperk und Horst Konzok

Ein bedeutender Augenblick: FCK-Torwart Marius Müller pariert den Elfmeter des Kielers Marvin Ducksch (nicht im Bild). (Foto: Kunz)

Die Krönung einer beachtlichen Leistung: Osayamen Osawe überwindet den Kieler Torwart Kenneth Kronholm und trifft zum 3:1 für den FCK. (Foto: Kunz)

Die FCK-Spitzen gratulierten, die Botschafter seiner Stiftung überraschten ihn in den VIP-Räumen des Stadions: Horst Eckel, am Donnerstag 86 Jahre alt geworden, wurde von Milan Sasic, Axel Roos, Demir Hotic, Markus Merk und Martin Wagner vor dem Spiel besucht und von den Fans gefeiert. (Foto: Kunz)

Der 1. FC Kaiserslautern feierte am Freitag den zweiten Heimsieg der Saison. Für Trainer Michael Frontzeck war es ein Traumstart.

 

Wille versetzt Berge: Mit großer Leidenschaft und lange Zeit auch gutem Fußball bezwingt Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern den Tabellendritten Holstein Kiel 3:1 (2:1). Mann des Abends: Osayamen Osawe, der die beiden ersten Treffer vorbereitet und mit dem Tor zum 3:1 die Entscheidung herbeiführt.

Traumstart für Frontzeck

Traumstart für die Männer in Rot bei Michael Frontzecks Heimpremiere als FCK-Trainer: Brandon Borrello trifft nach fußgenauem Zuspiel des wie aufgedreht startenden Osayamen Osawe in der zweiten Minute zum 1:0. Dann gewinnt Lukas Spalvis ein Laufduell gegen Rafael Czichos, steuert allein auf Kenneth Kronholm zu, bringt den Ball nicht energisch genug am Schlussmann vorbei, den Abpraller schlägt Czichos noch eben von der Torlinie (9.). „Ich wollte dem Torwart den Ball durch die Beine spielen, das hat leider nicht geklappt“, gesteht Spalvis. Vier Minuten später reißt Leon Guwara den groß aufspielenden Dominick Drexler um. Der Elfmeter, von Torjäger Marvin Ducksch arg lässig in die Mitte geschossen, wird Beute von Marius Müller. „So ist der Fußball! Vor zwei Wochen nach der Gelb-Roten Karte hätte ich mich am liebsten vergraben, jetzt halte ich genau in diesem Tor vor der Osttribüne, in dem ich vor zwei Wochen der Depp war, den Elfmeter“, sagt Schlussmann Müller, der im 1:3 verlorenen Heimspiel gegen Düsseldorf des Feldes verwiesen worden war. Den 2:1-Erfolg seiner Kollegen am Sonntag in Braunschweig erlebte der 24-Jährige vor dem Fernseher, nun ist er ein wichtiger Teil des zweiten FCK-Sieges in Folge, der den Rückstand auf Relegationsplatz 16 auf vier Punkte zusammenschrumpfen lässt.

"Osawe war der beste Mann auf dem Platz"

Sträflich ist in der Partie gegen Kiel einige Male der Eigensinn Osawes, der von Phillipp Mwene bedient durchstartet, aber den völlig freien Ruben Jenssen ignoriert (22.). Der FCK verliert zunächst den Zugriff aufs Spiel und hat Glück, dass Kingsley Schindler nur den Pfosten trifft (28.). Nach schlecht verteidigtem Eckball kassiert der FCK durch David Kinsombi den Ausgleich (32.). In dieser Phase ist Holstein besser, kombiniert gut und bringt die Lauterer vor allem durch den herausragenden Drexler in die Bredouille. „Aber wir haben es nicht geschafft, einen Lauterer zu verteidigen: Osawe war der beste Mann auf dem Platz“, erklärt Holstein-Trainer Markus Anfang später, warum seine spielstarke Mannschaft verloren hat. In der 45. Minute hat Dominik Schmidt den Sprinter schon gestellt, wird sich mit Czichos aber nicht einig, Osawe holt den Ball zurück und wird von Schmidt gelegt. Den Elfmeter, seinen dritten in dieser Saison, nutzt Christoph Moritz zum 2:1 (45.).

Zurück im Spiel

Nach der Pause ist der FCK zurück im Spiel. Osawe ist nicht zu halten, scheitert haarscharf (48.), dann vergibt der spielstarke Spalvis (48.), der große Kämpfer Borrello scheitert nach Osawe-Pass (50.). Nach klasse Vorarbeit des beherzt angreifenden und gut verteidigenden Mwene gelingt Osawe im Nachschuss das 3:1 (51.). In der Folgezeit vergibt der FCK die Chance, seine Tordifferenz etwas aufzuhübschen. Nach Spalvis’ tollem Pass scheitert Osawe (57.), Guwara donnert nach einem weiteren Musterpass Spalvis’ den Ball ans Außennetz, anstatt Spalvis zu bedienen (61.). „Schade, dass ich nicht getroffen habe“, sagt Spalvis, der einen Kopfball nach Mwene-Flanke übers Tor setzt (70.). Die Einwechslung Halil Altintops (64.) lässt den „Betze“ noch mehr beben. In der Nachspielzeit vergibt Moritz eine hundertprozentige Chance – es bleibt beim 3:1. „Ich bin froh, dass die Jungs sich belohnt haben“, sagt Trainer Frontzeck, „Yamen Osawe hat heute ein Ausrufezeichen gesetzt.“

 

So spielten sie

1. FC Kaiserslautern: Müller - Mwene, Callsen-Bracker, Vucur, Guwara - Borrello, Moritz, Seufert (82. Fechner), Jenssen (64. Altintop) - Spalvis (86. Andersson), Osawe

 

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh - Kinsombi - Schindler (79. Peitz), Drexler, Mühling (71. Seydel), Conde (68. Lewerenz) - Ducksch

 

Tore: 1:0 Borrello (2.). 1:1 Kinsombi (32.), 2:1 Moritz (45., Foulelfmeter), 3:1 Osawe (51.) -

Gelbe Karten: Moritz (4) - Herrmann (5), Kinsombi (4), van den Bergh (3)

Beste Spieler: Osawe, Müller, Borrello, Spalvis - Drexler, Schindler

Zuschauer: 20.664

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken).

 


Hier gibt es alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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