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Dienstag, 28. April 2015 Drucken

Landau

Ein Hotel passend zum Lebensgefühl

Mit dem Hotel verwirklichen sich Holger und Petra Hirsch den Traum von der Selbständigkeit. Ganz bewusst haben sie sich für die Südpfalz entschieden. (Foto: Iversen)

Anfang 2016 wollen Holger und Petra Hirsch unweit des Landauer Hauptbahnhofs ihr Hotel „Maximilians“ eröffnen. Mit rund 100 Betten erweitert es das Übernachtungsangebot in Landau beträchtlich. Seine Liebe zur Südpfalz hat das Ehepaar schon länger entdeckt. Seit Jahren verbringt es seinen Urlaub an der Südlichen Weinstraße.

„Die Südpfalz war unser ganz großer Traum.“ Holger W. Hirsch freut sich, dass dieser Traum nun wahr wird. Mit seiner Frau Petra ist er Pächter und Betreiber des Hotels, das derzeit an der Maximilianstraße Gestalt annimmt, unweit des Hauptbahnhofs und vis-à-vis der Jet-Tankstelle. Hirsch will zum Jahresbeginn 2016 Geschäftskunden ebenso wie Südpfalz-Reisende beherbergen.

Das Hotel bildet das Kopfgebäude des Projekts „Queich Quattro“ mit 100 Wohnungen und Appartements, das die in Esch bei Wittlich ansässige Firma Matthias Ruppert derzeit auf dem 4700 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Baubetriebshofs entwickelt. Das viergeschossige City-Hotel wird rund 100 Betten in 50 Zimmern der Kategorie Drei-Sterne-plus haben. Investor Stephan Ruppert ist überzeugt, mit Holger und Petra Hirsch die richtigen Pächter und Betreiber gefunden zu haben. „Ihr Konzept hat uns überzeugt und sie bringen alle nötigen Kompetenzen und genügend Erfahrung mit, das Projekt zu einem Erfolg zu machen“, ist er sich sicher.

Holger Hirsch hat das Hotel- und Gaststättengewerbe von der Pike auf gelernt. Zuletzt war der 49-Jährige als Direktor für zwei Vier-Sterne-plus-Hotels in Augsburg und Vorarlberg tätig. Außerdem gab er seine Erfahrungen als Berater und Interimsmanager in der Branche weiter. Seine Frau Petra (49) ist hingegen in der Welt der Zahlen zu Hause. Sie war 25 Jahre lang für Groß- und Privatbanken tätig, zuletzt im Vermögensmanagement.

Mit dem Hotel erfüllt sich das Ehepaar den langgehegten Wunsch nach Selbständigkeit. Dass die Wahl dabei auf die Südpfalz fiel, sei kein Zufall, sagt Holger Hirsch im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Wir verbringen unseren Urlaub seit Jahren in der Pfalz, fühlen uns unheimlich wohl hier.“ Neben dem hohen Freizeitwert schätzt der in Krefeld geborene Hotelier auch das Lebensgefühl, das die Menschen in der Region ausstrahlen. Ihr Boutique-Hotel, das den Namen „Maximilians“ tragen wird, wollen er und seine aus dem Thüringer Wald stammende Frau modern und familiär führen. Die Ausstattung der Zimmer soll freundlich-modern sein mit Holz und Natursteinen. WLAN und Flachbildschirme gehören zum Standard.

Ein Restaurant ist nicht vorgesehen, jedoch gibt es Frühstück. Auch Weinthemen, der Region angemessen, will Hirsch spielen, und zwar zu einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das Spaß machen soll. „Wir werden uns eine italienische Aufschnittmaschine zulegen, damit wir auch Schinken und Käse oder auch mal einen Flammkuchen dazu servieren können.“ Freuen würde er sich, wenn das Angebot, zum Frühstück oder auf ein Gläschen Wein am Abend im Bistro „Max28“ vorbeizukommen, nicht nur Hotelgäste nutzen würden, sondern auch Anwohner auf der Terrasse Platz nähmen.

Die Fenster sind mittlerweile eingebaut, im Herbst soll der Innenausbau beginnen, damit zum Jahresbeginn 2016 die ersten Gäste einziehen können. Es wird Zimmer der Kategorien Standard, Comfort, Comfort plus und zwei Junior-Suiten geben. Letztere sind nicht nur 40 Quadratmeter groß, sie verfügen auch über eine große Terrasse mit Blick über die Dächer der Stadt bis hin zu den Weinbergen. Für das Wohlbefinden erhalten sie zudem eine Infrarotkabine.

Mit rund 35 Quadratmetern sind auch die Comfort plus Zimmer großzügig bemessen. Um gerade Geschäftskunden das Arbeiten angenehm zu gestalten, sind die Schreibtische drehbar. Drei Zimmer des Hotels sind mit einer Durchgangstür versehen, so dass auch Familien gut unterkommen.

Das Haus verfügt über eine Tiefgarage mit zunächst 20 Stellplätzen. Das Angebot lässt sich jedoch ausbauen. (git)