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Freitag, 08. November 2019 - 16:00 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Drohmails gegen Zweibrücker Schule: Polizei ermittelt Täter

Die Albert-Schweitzer-Grundschule in Zweibrücken.

Die Albert-Schweitzer-Grundschule in Zweibrücken. ( Foto: Moschel)

Am Freitagvormittag gegen 11.20 Uhr gingen bei der Zweibrücker Polizei zwei Drohmails gegen die Albert-Schweitzer-Grundschule in Ernstweiler ein. Nach Angaben des Zweibrücker Inspektionsleiters Matthias Mahl hatte der Absender einen Amoklauf in der Schule angedroht. Nachdem die Schule umgehend verständigt wurde, beendete die Schulleitung den Unterricht vorzeitig. Laut Mahl war der Polizei der Account des Absenders durch vergleichbare E-Mails bekannt – und der Absender nach früheren Strafanzeigen auch aktenkundig. Er wohnt nach Angaben der Polizei im Landkreis Südwestpfalz. Mit einem Durchsuchungsbeschluss machten sich Beamte der Kripo Pirmasens auf den Weg und klingelten an der Haustür des vermeintlichen Täters. Mit der Tat konfrontiert, habe der 35-jährige Mann zugegeben, die Drohmails verfasst zu haben.

Der Ex-Freundin eins auswischen

Den Bezug des 35-Jährigen zur Albert-Schweitzer-Schule in Zweibrücken konnte die Polizei auch herstellen. Dort geht die Tochter der ehemaligen Lebensgefährtin des 35-Jährigen zur Schule. Mit der Drohmail habe er der Ex-Freundin eins auswischen wollen. Sie hatte laut Polizei in jüngster Vergangenheit Strafanzeige erstattet, weil mit ihrem E-Mail-Account gefälschte Mails verschickt wurden. Nach Angaben des Zweibrücker Polizeichefs bestand keine Gefahr für die Schüler, man habe aber vorbeugend Schutzmaßnahmen an der Schule eingeleitet. Der Tatverdächtige habe seine Wohnung im Landkreis – sie befindet sich im Zuständigkeitsbereich der Pirmasenser Polizei – nicht verlassen. Neben einem Strafverfahren erwartet den mutmaßlichen Täter möglicherweise auch noch eine gesalzene Rechnung – die Kosten des Polizeieinsatzes.

|ts

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