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Donnerstag, 08. November 2018 - 18:00 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Daimler: Geplante EU-Vorschriften bedrohen Jobs in Wörth

Im Lkw-Werk Wörth beschäftigt Daimler 11.300 Mitarbeiter. Foto: Daimler

Im Lkw-Werk Wörth beschäftigt Daimler 11.300 Mitarbeiter. Foto: Daimler

Der Stuttgarter Daimler-Konzern sieht durch die am kommenden Mittwoch im Europaparlament in Straßburg anstehende Entscheidung über die Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch schwere Nutzfahrzeuge Arbeitsplätze an seinen deutschen Standorten bedroht. Der Lkw-Weltmarktführer beschäftigt im Südpfälzer Montagewerk Wörth 11.300 Mitarbeiter und am Mannheimer Nutzfahrzeugstandort 8600 Leute.

Brandbrief an fast 100 Politiker



In einem der RHEINPFALZ vorliegenden Brandbrief an fast 100 deutsche Bundes-, EU- und Landespolitiker äußern sich Unternehmensleitung und Betriebsräte besorgt über die geplante Regulierung des Kohlendioxid-Ausstoßes durch schwere Lkw. In dem Brief, der auch an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer ging, weist Daimler darauf hin, dass der Konzern in Deutschland im Lkw-Bereich gut 30.000 Mitarbeiter beschäftigt. Seit über 120 Jahren stehe die Marke Mercedes-Benz für die Lkw-Produktion in Deutschland.

Auch Wörther Betriebsratschef hat unterzeichnet



Zu den Unterzeichnern gehören der Daimler-Betriebsvorsitzende Michael Brecht sowie die Betriebsratschefs von Wörth und Mannheim, Thomas Zwick und Joachim Horner.
Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat – bezogen auf 2019 – das Minderungsziel für 2025 mit 20 Prozent und für 2030 mit 35 Prozent vorgegeben. Daimler und andere Hersteller halten 7 Prozent bis 2025 und 16 Prozent für 2030 für „immer noch sehr anspruchsvoll, aber realistisch“. In den vergangenen 20 Jahren habe Daimler die Kraftstoff- und damit die CO2-Effizienz um 22 Prozent verbessert. Der jetzt in Brüssel diskutierte Vorschlag gehe weit über das technisch und ökonomisch Leistbare hinaus. Die vorgesehenen Strafzahlungen bei Nichterfüllung der Vorgaben, bezeichnet der Verband der Automobilindustrie (VDA) als existenzbedrohend. Kritisiert wird auch, dass nach den vorliegenden Plänen umweltfreundliche Fahrzeuge wie Elektrobusse oder E-Lkw nicht entlastend angerechnet würden.

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