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Montag, 01. Januar 2018 - 17:15 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Bluttat Kandel: Widersprüche zwischen Polizei und Jugendamt

Eberhard Weber, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, und die Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Möhlig (Landau), stellen sich Fragen von Journalisten zum Stand der Ermittlungen. Foto: dpa

Eberhard Weber, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, und die Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Möhlig (Landau), stellen sich Fragen von Journalisten zum Stand der Ermittlungen. Foto: dpa

Die Kreisverwaltung Germersheim hat am Wochenende nochmals bestritten, über eine Bedrohung des 15-jährigen Mädchens informiert gewesen zu sein, das am 27. Dezember in Kandel erstochen worden war. Tatverdächtiger ist ihr Ex-Freund, ein nach Behördenangaben minderjähriger afghanischer Flüchtling, für dessen Betreuung das Jugendamt des Kreises zuständig ist. Das Mädchen und ihr Vater hatten am 15. beziehungsweise 17. Dezember Strafanzeigen gegen den Afghanen erstattet – unter anderem wegen Nötigung und Bedrohung. In Telefonaten soll der Beschuldigte in Bezug auf das spätere Opfer von „abpassen“ und „schlagen“ gesprochen haben. Der Vize-Chef des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen, Eberhard Weber, hatte am Samstag erklärt, nach der Aktenlage sei der Vormund des Beschuldigten am 18. Dezember über die Strafanzeigen und ihren Inhalt informiert worden.

Kreisverwaltung: Über Bedrohung des Mädchens nicht informiert



Als Vormund des Flüchtlings ist ein Mitarbeiter des Jugendamtes eingesetzt. Eine Sprecherin der Kreisverwaltung widersprach inzwischen der Darstellung der Polizei: In dem Telefonat habe es zwar Informationen zu den Strafanzeigen gegeben, „nicht jedoch mit dem Inhalt der Bedrohung des Mädchens“. Darüber, dass das Mädchen direkt bedroht wurde, sei weder der Vormund noch die mit diesem Fall bei der Kreisverwaltung befasste Sachbearbeiterin von der Polizei unterrichtet worden.
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