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Freitag, 09. November 2018 - 13:12 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Bellheim: Wegen gekappter Leitung fast 12 Stunden ohne Wasser

Die gekappte Wasserleitung bei Bellheim. An der Baustele der Südumgehung entstand zeitweise ein „Sumpfgebiet“ . Foto: Südgruppe/Frei

Die gekappte Wasserleitung bei Bellheim. An der Baustele der Südumgehung entstand zeitweise ein „Sumpfgebiet“ . Foto: Südgruppe/Frei

Während der Bauarbeiten an der Südumgehung in Höhe des Kreisels Süd vor Bellheim wurde am Donnerstagmittag versehentlich die Hauptwasserleitung zwischen Rülzheim und Bellheim durchtrennt. Die für den Bau der Bellheimer Südumgehung tätige Baufirma hatte nahe des Kreisverkehrs Süd Stahlplatten in den Boden gerammt, um die Voraussetzungen für Fundamentarbeiten zu schaffen. Hierbei beschädigten sie die Hauptverbindungsleitung des Wasserzweckverbands. Das sagte Ralf Friedmann, Direktor des Zweckverbands für Wasserversorgung Germersheimer Südgruppe, der RHEINPFALZ.

Trockenheit von 11.30 Uhr bis Mitternacht



Die Gussleitung mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern sei auf einer Länge von rund 400 Metern abgestellt worden. Die Schieber mussten Friedmann zufolge mehrmals auf- und zugedreht werden, bis sie richtig schlossen. Von zirka 11.30 Uhr bis Mitternacht waren weite Bereiche im Versorgungsgebiet Bellheim kaum noch beziehungsweise gar nicht mehr mit Wasser versorgt. Die Reparatur habe auch deshalb so lange Zeit benötigt, weil die enorme Menge des ausgetretenen Wassers zunächst weggepumpt werden musste, sagte Friedmann: „Dies war notwendig, damit an der Schadensstelle gearbeitet werden konnte“. Gleichzeitig musste das Eindringen von Schmutzwasser in die Hauptwasserleitung verhindert werden. Erst gegen 19 Uhr konnte nach Angaben des Zweckverbandes mit der Reparatur begonnen werden. Auf einer Länge von zwölf Metern musste die Trinkwasserleitung ausgetauscht werden. Sowohl von der Baufirma als auch von der Wasserversorgung Germersheimer Südgruppe waren insgesamt zehn Mitarbeiter bis gegen 2 Uhr nachts im Einsatz.

500 Anrufe bei der Wasserversorgung



Während dieser Zeit sind laut Friedmann über 500 Anrufe in der Zentrale der Wasserversorgung eingegangen. Erfreulicherweise seien die Betroffenen sehr verständig gewesen, wofür sich der Zweckverband bedanke. „Dieser Schadensfall zeigt aber auch deutlich, dass eine Verbundleitung nach Offenbach in solchen Notfällen einen Ausfall der Trinkwasserversorgung auf wenige Minuten beschränkt hätte“, so Friedmann weiter. Dann nämlich hätte nur die Verbundleitung geöffnet werden müssen, um sowohl die Trinkwasser- als auch die Löschwasserversorgung sicherzustellen. |rhp

 

 

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