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Freitag, 12. Juli 2019 - 11:26 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Beleidigt, begrapscht, Notbremse gezogen: Drei Polizeieinsätze wegen betrunkenen Schwarzfahrers

 Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

„Ziege“ und „Blöde Kuh“: Diese Beschimpfungen soll ein männlicher Fahrgast gegenüber einer Zugbegleiterin am Donnerstag im Regionalexpress von Karlsruhe nach Neustadt geäußert haben. Wegen der Probleme, die der Mann verursachte, hatte sie gegen 21.30 Uhr über einen Notruf die Polizeiinspektion Wörth verständigt, die wiederum das Bundespolizeirevier in Neustadt informierte.

Betatscht und weggestoßen

Deren Beamte stiegen in Neustadt in den Zug ein und baten den Mann, der weder einen Fahrschein hatte noch seine Personalien angeben wollte, auszusteigen, um die Sache zu klären. Im Beisein der Polizei beleidigte dieser die Zugbegleiterin auf dem Bahnsteig, bereits zuvor soll er sie im Zug aggressiv „betatscht“ und mehrfach weggestoßen haben. Da der Mann keine Ausweispapiere bei sich führte, wurde er zur Identifizierung zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Ein Atemalkoholtest ergab zwei Promille. Da er, wie festgestellt werden konnte, einen festen Wohnsitz hatte und die Identität ermittelt wurde, kam er gegen 22.40 Uhr wieder auf freien Fuß.

Festnahme gefordert

Kurz darauf aber erschien eine andere Zugbegleiterin mit dem Betroffenen erneut bei der Bundespolizei. Sie wollte Anzeige gegen ihn erstatten, weil er sie auf dem Bahnsteig genötigt haben soll, mit ihm auf die Wache zu gehen – wo er festgenommen werden wolle. Daraufhin wurde ein weiteres Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.

Sogar Notbremse gezogen

Indes gab er auch bei der Weiterfahrt in einer S-Bahn nach Kaiserslautern keine Ruhe. Um 23.40 Uhr wurde die Bundespolizei Kaiserslautern telefonisch von dem Zugführer darüber informiert, dass besagter Mann bei der Fahrkartenkontrolle durch eine Zugbegleiterin diese körperlich angegangen sei, sexuell belästigt und rassistisch beleidigt habe. Anschließend sei die Kollegin zu ihm in den Zugführerstand geflüchtet.

Nur mit Hilfe von Fahrgästen sei es geschafft worden, den Mann von weiteren Übergriffen abzuhalten. Zu guter Letzt habe dieser noch die Notbremse gezogen. Den Rest der Nacht verbrachte der Mann in Polizeigewahrsam.

Mögliche Zeugen bittet die Bundespolizei sich unter Telefon 0631/340730 oder per E-Mail an bpoli.kaiserslautern.presse@polizei.bund.de zu melden.

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