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Dienstag, 29. Mai 2018 Drucken

Pfalz-Ticker

Bayer bekommt Monsanto - Für BASF fällt viel ab

Die Übernahme von Monsanto wäre für Bayer der größte Zukauf in der Firmengeschichte. Es wäre zugleich die bislang teuerste Übernahme eines deutschen Unternehmens. (Foto: dpa)

Bayer hat aus den USA grünes Licht für die 62,5 Milliarden Dollar (rund 54 Milliarden Euro) schwere Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto erhalten.

Das US-Justizministerium genehmigte den Zukauf am Dienstag unter Auflagen. Bayer müsse Geschäftsteile im Wert von rund 9 Milliarden Dollar verkaufen, teilte das Ministerium mit.

 

Kommentar: Erntedank bei der BASF

 

Bayer hat damit die entscheidende Hürde zum Abschluss der Übernahme genommen. Zwar steht der Deal noch unter dem Vorbehalt, dass die Staaten Mexiko und Kanada zustimmen. Von zahlreichen wichtigen Kartellbehörden wie der EU-Kommission und den Wettbewerbshütern aus Brasilien, China und Russland hatte Bayer aber bereits unter Auflagen eine Genehmigung erhalten. Alle Augen hatten sich nun noch auf die Entscheidung aus den USA gerichtet.

 

Damit ist für Bayer der Weg zum Abschluss seines größten Zukaufs in der Firmengeschichte fast frei. Es ist zugleich die bislang teuerste Übernahme eines deutschen Unternehmens. Die Leverkusener steigen mit der Monsanto-Übernahme zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut auf. Bayer hatte sich bereits im April mit dem US-Justizministerium grundsätzlich geeinigt und dafür weitere Zugeständnisse gemacht. Nutznießer der Auflagen ist der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF.

Größter Zukauf in der Geschichte der BASF

 

Wenn die Monsanto-Übernahme durch Bayer über die Bühne geht, wird die BASF Agrochemie-Geschäfte von Bayer für 7,6 Milliarden Euro übernehmen. Das ist der größte Zukauf in der Geschichte des Ludwigshafener Chemiekonzerns. Die Geschäftsteile, die Bayer aus kartellrechtlichen Gründen abgeben muss, bringen es auf einen Jahresumsatz von 2,2 Milliarden Euro. Dadurch wird die Agrochemiesparte des Ludwigshafener Konzerns deutlich gestärkt. Die BASF setzte in diesem Segment im vergangenen Jahr 5,7 Milliarden Euro um. Mit dem Zukauf durch die BASF wechseln 4500 Mitarbeiter von Bayer zu den Ludwigshafenern.

 

Die BASF steigt mit der Übernahme ins Saatgutgeschäft ein, in dem sie bisher nicht tätig war. Zu dem Paket gehört unter anderem die niederländische Bayer-Tochter Nuhems mit einem Jahresumsatz von rund 700 Millionen Euro. Sie stellt Saatgut für 25 Gemüsesorten her. Dazu kommen noch Teile von weiterem Saatgut- und Herbizidgeschäft von Bayer mit einem Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro. |rtr/jeu

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