Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Donnerstag, 24. Oktober 2019 - 07:30 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

BASF: Beschäftigung in Ludwigshafen legt überraschend zu

Unser Bild zeigt die TDI-Anlage im Ludwigshafener BASF-Stammwerk. Aus TDI entsteht Polyurethan. Daraus wiederum werden unter anderem Schäume für Matratzen und Polster gemacht.

Unser Bild zeigt die TDI-Anlage im Ludwigshafener BASF-Stammwerk. Aus TDI entsteht Polyurethan. Daraus wiederum werden unter anderem Schäume für Matratzen und Polster gemacht. ( Foto: BASF)

Trotz der Ankündigung von BASF-Chef Martin Brudermüller, dass bis Ende des laufenden Jahres die Anzahl der Mitarbeiter in Ludwigshafen sinken werde, wurde die Beschäftigung am Standort in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende September erst noch einmal hochgefahren. Die Anzahl der Mitarbeiter sei um 275 auf 40.088 gestiegen, teilte die BASF im Zusammenhang mit der Vorlage der Geschäftsergebnisse am Donnerstag mit. Der Beschäftigungszuwachs fällt allerdings geringer aus als in Vorquartalen. Dem Standort Ludwigshafen rechnet das Unternehmen neben der BASF SE, also dem Stammwerk des Chemiekonzerns, weitere Gruppengesellschaften in der Region zu – zum Beispiel die BASF-Lampertheim GmbH mit 850 Beschäftigten. Die Anzahl der Arbeitsplätze im Stammwerk stieg gegenüber Ende September 2018 nur noch um 88 auf 35.342 Als Grund nennt das Unternehmen Einstellungen in den Bereichen Produktion, Technologie und Digitalisierung.

Chemiekonzern in der Flaute

Die BASF leidet wie viele andere exportorientierte Industrieunternehmen unter der weltweiten Wachstumsschwäche, den Handelskriegen und der lange anhaltenden Flaute in der Autoindustrie – das ist die wichtigste Kundengruppe der BASF. Die BASF steht mitten in einem tiefgreifenden Umbruch. Das Öl- und Gasgeschäft wurde ausgegliedert, die Pigmentsparte verkauft. Auch das Bauchemiegeschäft steht zum Verkauf. Das Agrarchemiegeschäft wurde durch Zukäufe gestärkt. Der Sparkurs macht auch vor dem Vorstand nicht halt. Wenn zum Jahresende der Asienchef Sanjeev Gandhi (52) ausscheidet, wird der Vorstand von sieben auf sechs Mitglieder verringert. Neuer Chef der Region Asien mit Sitz in Hongkong wird dann das bisherige Vorstandsmitglied Markus Kamieth (48). |jeu

Pfalz-Ticker