Nachruf Vollblut-Kunstbücher-Macher: Deidesheimer Bernd Barde gestorben

Kunstbuch-Enthusiast Bernd Barde.
Kunstbuch-Enthusiast Bernd Barde.

Beim letzten Treffen – im Museum Pfalzgalerie – erzählte er vom abenteuerlichen Zustandekommen des Katalogbuchs über den 101 Jahre alten Künstler Pierre Soulages. In einem Hotelzimmer in Paris. Fotos wurden auf dem Boden hin- und hergeschoben. Bernd Barde, der in Deidesheim wohnte, war voller Anekdoten. Immer hatte er Pläne. Er kannte viele Großen der Kunstszene von nah. War selbst einer der Wichtigen der Kunstbuchszene. Jetzt ist der Herzblut-Mensch gestorben. An Herzversagen. Mit 68. In den 1980er-Jahren leitete Barde den Kunstbuchverlag Edition Cantz, der in den Hatje Cantz Verlag überging. Unter seiner Ägide erschienen dort die Kataloge der Documenta IX und X. – ein Coup unter anderen. 2003 wechselte er als Geschäftsführer zu Nino Druck in Neustadt. Seit 2017 widmete Bernd Barde sich dann ganz der Wiedergründung der edition cantz. Als DCV Dr. Cantz’sche Verlagsgesellschaft hat sie ihren Sitz in Berlin. Nicht nur dort fehlt er jetzt sehr.

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