Architektur RHEINPFALZ Plus Artikel Süß: Lebkuchenhäuser für übermorgen in Mainz

Sieger-Lebkuchen: Ein Wohnfass, das tauchen kann.
Sieger-Lebkuchen: Ein Wohnfass, das tauchen kann.

Die Zukunft ist ein Weihnachtsgebäck. Wo sonst als in Mainz, wo das rheinland-pfälzische Zentrum für Baukultur einen Lebkuchen-Bau-Wettbewerb veranstaltet hat, mit Jury und augenzwinkerndem Pipapo. Thema: „Das Haus von übermorgen“, schwer überprüfbare Materialvorgabe: „essbar“. Gewonnen hat ein Wohnfass, das abtauchen kann in die Tiefsee (unser Foto). Drei Etagen aus Dauerbackwaren, samt Dachterrasse. Und zuckrigen Blumen, Seesternen aus Süßzeug, Gummi-Unterwassertieren. Auch Aachener Printen? „Wohnfass Ahoi“, heißt es jedenfalls sinnfällig in der Begründung der Jury für den Siegerentwurf in der Erwachsenenkategorie, hervorzuheben sei „die innovative Idee, die Vielfalt der Details und der Aufwand der Umsetzung“. Die Architektur und Patisserie stammt von der Familie Blees-Wallich aus Rheinhessen. Bei den bis Sechsjährigen ist derweil das Gemeinschaftswerk „Unsere Wunschkita“ der Kindertagesstätte auf dem Mainzer Unigelände ganz vorne gelandet. Copyright: Eva, Teodoras, Nora, Maxim, Henry und die anderen. Was aufschlussreich ist: Integriert darin ist neben zwei Häusern, einem Turm, einer Rutsche und einem Teich selbstredend auch eine Seilbahn. Wie es dazu kam, zeigt ein aufwendiges Video, das Entwurfs-, Ausprobier- und Bauphase dokumentiert und in der Sparte „Making-of“ prämiert wurde. Wer will, kann es zusammen mit den Präsentationen weiterer Wettbewerbssieger und -teilnehmer auf www.zentrumbaukultur.de ansehen. Ob das alles auch schmeckt aber, werden wir nie erfahren. mac

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