Deidesheim
Pfälzer Humor und eigene Musik: Monji El Beji startet erstes Solo-Programm
Mit „Zu blee(d) um zu erwe“ startet Monji El Beji sein erstes Solo-Programm – eine pfälzische Mundart-Comedy. „Die Fans erwartet viel Musik, eine durchgehende Geschichte und ganz viel Humor“, kündigt das Pfälzer Urgestein sein Programm an. Alles natürlich im gewohnten Pfälzer Dialekt. Der Musiker arbeitet sein Comedy-Programm auf eigenen Melodien – Hilfe bekommt er dabei vom bekannten Pfälzer Singer-Songwriter Ulrich Zehfuß. Er hat zusammen mit El Beji und Musiker Christoph Erbach die Musik geschrieben. „Es ist eine rieisge Ehre, dass wir das mit ihm machen dürfen. Er hat unglaublich viel Erfahrung und ist auch ein bisschen kreativer Kopf hinter dem Musikalischen“, erklärt El Beji stolz.
Premiere feiert das Programm am 11. März 2026 im Boulevardtheater in der Deidesheimer Stadthalle unter der Leitung von Boris Stijelja. „Er hat mir die Chance gegeben, die Idee und die Songs einem Publikum zu präsentieren“, sagt El Beji. Aktuell sei man dabei, die Geschichte, die sich durch das Programm zieht, gemeinsam zu finalisieren.
Auf der Bühne unterstützt wird der Kult-Musiker von Fine R. I. P. und Woifeschdkänisch außerdem von Pianist Frank Schäffer auf der Bühne sowie von Bandkollege, Freund und Musiker Christoph Erbach als Stimme aus dem Off.
Keine Cover, keine Leihen
Inhaltlich verbindet El Beji in „Zu bleed um zu erwe“, so sagt er selbst, bissigen Humor mit neuen, eigens komponierten Songs, die er seit 2024 gemeinsam mit Erbach schreibt. Ungewohnt für Fans der Band: Es wird keine Covermusik geben. „Wir probieren neues aus – in gewohnter Manier“, meint El Beji. So soll für das Publikum eine Mischung aus Konzert, Comedy und pfälzischem Alltagskabarett entstehen. Getragen von einer kleinen Musiker-Combo und einer teils autobiografischen Geschichte.
Im Zentrum steht der Musiker als Familienvater, der – wie er selbst sagt – „berühmt, aber ständig pleite“ sei und dringend „e normale Job“ bräuchte, etwa die Moderation der Gala der Pfälzer Weinkönigin. Doch egal, wie oft ihn Kollege Erbach dort zur Ordnung ruft: Die Realität zuhause holt ihn immer wieder ein. El Beji singt vom reichen Tantchen, das sich einfach weigert zu sterben, von Kindern, die ihn lieben, solange er spät nachts Taxi spielt, und von der ewigen Frage, wie viel Eheglück man im Theater mit den Schwiegereltern erträgt. Ein Höhepunkt ist der Song „Theater“ – über alle, die lieber aufs Konzert würden, aber im Samtsessel landen.
Rezept fürs Pfälzer Glück
Die Stücke sind teils autobiografisch, teils überspitzt – aber immer pfälzisch und pointiert. Und obwohl El Beji in seiner neuen Rolle viel abrechnet – mit Schicksal, Bank und Ehealltag –, führt der Abend nicht in die Katastrophe. Er führt ihn zum pfälzischen Rezept fürs Glück. Rund 1000 Karten für zehn Auftritte waren bei Ankündigung des Programms im Umlauf, aktuell gibt es nur noch Restkarten. „Wir wollten auch sehen, wie sowas bei den Leuten ankommt. Es ist ja doch ein ganz neues Konzept. Wenn es gefällt, sind – Stand jetzt – auch noch mehr Auftritte vor größerem Publikum geplant“, erklärt El Beji. Die Resonanz habe ihn aber schon jetzt überwältigt: „Es ist so schön zu sehen, was für eine Community wir haben. Da geht mir das Herz auf.“
Wer Monji El Beji und seine Bandprojekte kennt, dürfte auch bei seinem ersten Solo-Programm vieles wiedererkennen – nur konzentrierter, erzählerischer und ungewohnt intim. El Beji verspricht: „Es wird ein Abend voller Lacher, Lieder und Lebensweisheiten, der zeigt: Humor ist vielleicht das Einzige, was man garantiert vererben kann.“
Termine
Die Premiere von „Zu blee(d) um zu erwe“ am 11. März 2026 ist bereits ausverkauft. Aktuell gibt es noch Restkarten für den Auftritt am 20. September. Karten gibt es online auf der Seite des Boulevardtheater Deidesheim.