Klassik „Musik im Anflug“: Die Staatsphilharmonie schwärmt wieder in die Pfalz aus
Es gibt eine tiefe Verbundenheit zwischen der in Ludwigshafen ansässigen Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und der Region. Die ist auch historisch bedingt, schließlich wurde das Orchester 1919 als „Landes-Sinfonie-Orchester für Pfalz und Saarland“ gegründet. Natürlich zeigt die Staatsphilharmonie auch Präsenz, spielt in den Konzertsälen in Wörth, Landau, Neustadt, Frankenthal, Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken.
Das Problem aber ist: Nicht jede pfälzische Kommune verfügt über einen Konzertsaal wie die Jugendstilfesthalle in Landau oder der Neustadter Saalbau. Die 87 Musikerinnen und Musiker – über so viele Stellen verfügt das Orchester – brauchen einfach Platz, den aber viele Städte und Gemeinden nicht bieten können. Also hat sich das Orchester vor fünf Jahren erstmals aufgeteilt und die Aktion „Musik im Anflug“ gestartet.
Die findet in diesem Jahr am kommenden Wochenende statt mit Konzerten in Dirmstein, Wachenheim, Mußbach, Frankenthal, Neustadt, Kaiserslautern, Stetten, Herxheim bei Landau und Ludwigshafen. Das Orchester bildet vier Ensembles, die vier unterschiedliche Programme präsentieren: ein Streicherensemble, ein Holzbläserensemble, ein Blechbläserensemble sowie ein Streichsextett. Die Programme spannen einen breiten Bogen von Claudio Monteverdi bis Kurt Weill, es gibt dabei absolute Raritäten wie zum Beispiel Pēteris Vasks’ 1. Konzert für Violine und Streichorchester, das vom Streicherensemble zusammen mit der niederländischen Geigerin und Bratschistin Isabelle van Keulen präsentiert werden wird. Oder Max Regers Lyrisches Andante für Streichquintett „Liebestraum“, präsentiert vom Streichsextett.
Das Blechbläserensemble hat dagegen eher bekannte Melodien im Gepäck, allerdings in ungewohnten Arrangements. Es sind dies Themen aus Opern von Monteverdi (L’Orfeo), Dvorak („Rusalka“ oder auch von Puccini („Manon Lescaut“).
Das Holzbläserensemble schließlich wird mit Werken von Franz Krommer (Oktett Partita F-Dur, opus 57) und Carl Reinecke (Oktett B-Dur für Bläser, opus 216) wieder eher Raritäten präsentieren, aber eben auch ein Arrangement der Ouvertüre zu der Operette „Die Fledermaus“ von Johan Strauß.
Termine
Abschlusskonzert: Sonntag, 14. Juni, 18 Uhr, Philharmonie Ludwigshafen.