Kultur Lizzo deutet Rückzug aus Musikgeschäft an

Lizzo
Die US-amerikanische Sängerin Lizzo hat angedeutet sich zurückzuziehen.

Sie will aufhören, schreibt die Musikerin auf Instagram - ist das das Ende ihrer Karriere? Seit Tänzerinnen mit Vorwürfen gegen Lizzo an die Öffentlichkeit gegangen sind, bricht die Kritik nicht ab.

London/Los Angeles (dpa) - Die US-Musikerin Lizzo hat ihren Rückzug aus dem Musikgeschäft angedeutet. Das geht aus einem Beitrag auf ihrem Instagram-Account hervor, der mit den Worten endet: «Ich höre auf.»

Als Grund legte die 35 Jahre alte Rapperin, Sängerin und Flötenspielerin unter anderem dar, sie habe es satt, sich in ihrem Leben und im Internet herumschubsen zu lassen. «Alles, was ich will, ist Musik zu machen, Menschen glücklich zu machen und dabei helfen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, als ich ihn angetroffen habe», schrieb sie. Doch sie müsse sich ständig gegen Lügen wehren, die über sie erzählt würden. Hinzu komme, dass man sich wegen ihres Aussehens über sie lustig mache.

Klage gegen Lizzo

Die Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Melissa Jefferson heißt, ist jedoch selbst mit Vorwürfen konfrontiert. Vergangenen Sommer hatten drei Tänzerinnen vor Gericht in Los Angeles Klage gegen Lizzo eingereicht. Das Arbeitsumfeld auf Lizzos Konzerten sei von einer «übersexualisierten Atmosphäre» geprägt und es habe Vorfälle von Diskriminierung und sexueller Belästigung gegeben, machen sie darin geltend.

«Normalerweise antworte ich nicht auf falsche Vorwürfe, aber diese sind genauso unglaublich wie sie klingen und zu empörend, um nicht darauf zu reagieren», schrieb Lizzo damals bei Instagram. «Diese aufgebauschten Geschichten kommen von früheren Angestellten, die schon öffentlich zugegeben haben, dass ihnen gesagt wurde, dass ihr Verhalten unangemessen und unprofessionell war.» Nichts nehme sie ernster als den Respekt für Frauen, schrieb Lizzo. Die Vorwürfe hätten sie verletzt.

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