Nils Nager Festival des deutschen Films: Neues vom „Goldenen Nils“

Jungs gegen Mädchen, Mädchen gegen Jungs? Nein, gar nicht! Die Nils-Nager-Kinderjury (mit Rolf-Rüdiger Hamacher) schaut gemeinsa
Jungs gegen Mädchen, Mädchen gegen Jungs? Nein, gar nicht! Die Nils-Nager-Kinderjury (mit Rolf-Rüdiger Hamacher) schaut gemeinsam alle Kinderfilme und entscheidet, wer den »Goldenen Nils« verdient hat.

Sieben Mädchen und Jungen sind die Kinderjury von RHEINPFALZ und dem Filmfestival inLudwigshafen, die gemeinsam über den „Goldenen Nils“ entscheidet.

„Heidi – Die Legende vom Luchs“, „Zirkuskind“, „Der Prank – April, April!“, „Das geheime Stockwerk“ und „Ab morgen bin ich mutig“: Fünf Filme sind in diesem Jahr im Wettbewerb um den „Goldenen Nils“. Den Preis vergibt die RHEINPFALZ seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen. Die fünf Filme sind sehr unterschiedlich: Sie sind für Sechsjährige, Achtjährige und Zehnjährige geeignet, sie sind witzig und traurig, und sie sind auch auf ganz unterschiedliche Art erzählt. „Heidi“ ist ein Animationsfilm, „Zirkuskind“ ein Dokumentarfilm, und die anderen drei sind Spielfilme.

Welcher von ihnen bei der feierlichen Preisverleihung am Sonntag, 7. September, mit dem „Goldenen Nils“ ausgezeichnet wird, kann man vorher überhaupt nicht sagen. Denn das entscheidet die Kinderjury ganz alleine und ohne Beeinflussung von Erwachsenen. Und auch erst, wenn sie alle fünf Filme gesehen hat. Morgen Nachmittag wird die Entscheidung fallen – nachdem die Kinder unter der Leitung von Kinderfilm-Kurator Rolf-Rüdiger Hamacher und RHEINPFALZ-Redakteurin Nicole Sperk ausgiebig diskutiert haben, treffen sie ihre (geheime) Wahl.

Vor einigen Monaten konnten sich Mädchen und Jungen zwischen neun und zwölf Jahren – beziehungsweise ihre Eltern – bei der RHEINPFALZ melden und um einen Platz in der Kinderjury bewerben. Die sieben filmbegeisterten Kinder, die ausgewählt worden sind, kommen aus der ganzen Vorder- und Südpfalz: aus Ludwigshafen, aus Harthausen, Landau, Meckenheim und Bockenheim. Am Ende der ersten Schulwoche nach den Sommerferien haben sie sich zum ersten Mal auf dem Festival des deutschen Films auf der wunderschönen Parkinsel am Rhein getroffen und gemeinsam die ersten zwei Filme angeschaut: „Ab morgen bin ich mutig“ und „Das geheime Stockwerk“.

Toll war – und das ist etwas ganz Besonderes beim seit genau 20 Jahren in Ludwigshafen stattfindenden Filmfestival –, dass zu beiden Filmen Gäste angereist waren und sich nach den Vorstellungen mit dem Publikum unterhielten. Aus Köln kam Jonathan Köhn, der 14-jährige Hauptdarsteller aus „Ab morgen bin ich mutig“. Er erzählte von seiner ersten Kinorolle und von den Dreharbeiten in den Sommerferien. Begleitet wurde er von seinen in Mannheim lebenden Großeltern, die geduldig warteten, bis alle Selfie-Wünsche erfüllt waren.

Auch Norbert Lechner wurde noch ganz lange nach der Filmvorführung mit Fragen gelöchert. Der Münchner ist Regisseur des Films „Das geheime Stockwerk“, der in der Gegenwart und im Jahr 1938 spielt, in dem in Deutschland – und in Österreich, wo gedreht wurde – schlimme Dinge passiert sind und Menschen um ihr Leben fürchten mussten.

Die begehrte Trophäe: der „Goldene Nils“.
Die begehrte Trophäe: der »Goldene Nils«.
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