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Dienstag, 21. November 2017

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Wilhelm, Pirmin

 

Wenn Pirmin Wilhelm seine Wingerte rund um Maikammer kontrolliert, ist er oft mit dem Fahrrad unterwegs: „So kann ich Arbeit mit Sport verknüpfen“, sagt er. Laufen, Schwimmen, Mountainbike – das Sportprogramm des Winzers ist vielseitig. Am liebsten geht er klettern, zum Beispiel im Dahner Felsenland. „Gerade war ich für drei Wochen mit meinem elfjährigen Sohn in Arizona“, erzählt der Pfälzer. Auch dort ging es sicher angeseilt die Felswände hinauf.

Seit 1995 leitet er mit seinen Eltern das Familienweingut Hubert Wilhelm am Ortsrand von Maikammer. „Vorher wollte ich noch die Welt sehen“, sagt der 43-Jährige: So war er nicht nur zum Klettern in Amerika. Als Weinmacher hat er fünf Monate in Oregon verbracht. Auch die neuseeländische Weinwelt hat er sich angeschaut. „Als ich zurückgekommen bin, haben wir direkt Chardonnay und Sauvignon Blanc angepflanzt“, erzählt Wilhelm. Sein persönlicher Liebling ist aber der Grauburgunder – „den trinke ich einfach gern.“ Hier investiert der Maikammerer besonders viel Mühe in An- und Ausbau. Heraus kommt eine trockene Spätlese, die cremig und trotzdem fruchtig-spritzig sein soll.

Neues Rebsortenhighlight ist der Goldmuskateller. „Ich wollte eine Bukett-Rebsorte im Sortiment behalten. Der Goldmuskateller ist unkompliziert im Anbau, da er recht pilzresistent ist“, erläutert Wilhelm seine Wahl. Bei ihm ist sie als feinherbe Variante zu haben.

In Maikammer kann man die Weine in der Vinothek des Ortes oder in der Weinstube Wilhelm probieren, die von Pirmin Wilhelms Onkel geführt wird. Sonst werden sie vor allem an Endverbraucher vermarktet: „Meine Eltern fahren zu Kunden in ganz Deutschland. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar“, meint Wilhelm. Denn so habe er am Wochenende auch mal Zeit für seine Familie und sportliche Aktivitäten – dem Winzer ist es wichtig, sich dieses Stück Lebensqualität zu sichern.