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Dienstag, 21. November 2017

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Haaß, Martin

 

„Nicht nur Oechsle-Grade sind Qualitätsmerkmal, auch Lage, Ertrag, Pflanzdichte und der Winzer spielen eine große Rolle“, setzt Martin Haaß ein klares Statement und verweist auf das „Oenologische Manifest“ von Reinhard Löwenstein.

Sein Handwerk hat der heute 30-Jährige in Betrieben in der Pfalz, in Baden und Rheinhessen gelernt, um die unterschiedlichen Anbaubedingungen kennenzulernen. Mittlerweile findet er die Betriebe der Pfalz so unterschiedlich, die Winzertypen so individuell, dass er seine Ausbildung heute im heimischen Anbaugebiet machen würde. Nach Ausbildung folgte das Studium in Geisenheim und Praktikum beim VDP Bundesverband. Er entschied sich hier ganz bewusst gegen ein Auslandspraktikum und für den „Bürojob“, um Vermarktungsstrukturen besser kennenzulernen. Seit 2007 baut der Jungwinzer nun gemeinsam mit seinen Eltern im heimischen Betrieb Wein an. „Wichtig ist: Unsere gemeinsame Philosophie muss stimmen und das muss immer wieder neu diskutiert werden“, sagt Martin Haaß über die Generationen übergreifende Arbeit im Weingut. „Da gilt es manchmal eben auch Kompromisse zu schließen.“ Das große Ziel ist es aber, den „kulturbeseelten Wein herauszukitzeln“. Das heißt nicht nur die Lage herausarbeiten, sondern auch noch nach den mindestens 25 Weinjahrgängen, die er betreuen möchte, fruchtbare und gesunde Böden zu hinterlassen. Das nächste große Projekt ist, mit den vier Kindern aufs Weingut zu ziehen. Damit sie genauso spielerisch und idyllisch mit dem Wein, den Traktoren und allem rund um den Weinbau aufwachsen können wie der Vater. Da möchte man auch noch mal Kind sein!

 

Ihre Deutsche Weinprinzessin

Anna Hochdörffer

 

Das Weingut:

Weingut Benderhof,

Neugasse 45,

67169 Kallstadt,

Telefon: 06322 1520

Internet: www.weingut-benderhof.de,

Rebfläche: 10 Hektar,

Jahresproduktion: 60.000 Liter,

Hauptrebsorten: Riesling und Burgunder