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Sonntag, 19. November 2017

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LEO - Weinlexikon

Das LEO-Lexikon Wein erklärt wichtige Begriffe rund um das Thema Wein. Hier finden Sie alle Folgen, die seit Januar 2006 veröffentlicht wurden. Autorinnen waren die Pfälzischen Weinköniginnen.

Das LEO-Weinlexikon gibt es auch als Buch im RHEINPFALZ-Shop zu kaufen.

Karen Storck aus Einselthum vertrat die Pfalz bis Oktober 2011 in Sachen Wein und gab ihr fachliches Wissen charmant an die LEO-Leser weiter.

Gabi Klein aus Neustadt-Diedesfeld war bis Oktober 2010 amtierende Weinhoheit. Die Hobby-Zauberin erwies sich auch beim LEO-Lexikon Wein als geistreich.

Patricia Frank aus Bockenheim hat als ihre Vorgängerin Woche für Woche interessante Beiträge rund ums Thema Wein verfasst. Sie wurde im Oktober 2008 zur Pfälzischen Weinkönigin gekürt.

Julia Becker übernahm 2007/2008 die Krone und repräsentierte in dieser Zeit den Pfälzer Wein. Auch sie erwies sich als Kennerin, wie in ihren Texten zu lesen war.

Susanne Winterling aus Niederkirchen amtierte 2006/2007 als Pfälzische Weinkönigin und blieb dem LEO-Lexikon Wein auch während ihrer Zeit als Deutsche Weinprinzessin 2007/2008 als Autorin erhalten.

Die erste Lexikon-Autorin, Katja Schweder aus Hochstadt, war 2005/2006 Pfälzische Weinkönigin und schrieb auch als Deutschen Weinkönigin 2006/2007 weiterhin Lexikon-Beiträge.

Begriffe in alphabetischer Reihenfolge

Gelber Orleans

 

Diese weiße Rebsorte ist schon so alt, dass sie fast in Vergessenheit geraten ist. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Gelbe Orleans in ganz Deutschland, vor allem in den Spitzenlagen des Rheingaus, Rheinhessen und der Pfalz verbreitet. Durch den Rieslings wurde sie verdrängt.

Beim Gelben Orleans handelt es sich um eine starkwüchsige, spät reifende, ertragsreiche Sorte, deren Beeren sehr groß und dickschalig sind. Notwenig sind leicht erwärmbare Böden. Durch die späte Reife brachte der Weiße Orleans, wie er auch genannt wird, in guten Jahrgängen Spitzenqualitäten hervor, sodass edelsüße oder im Barrique gereifte Weine erzeugt werden konnten. Im Allgemeinen galten die Weine des Orleans als schwer, von eigentümlicher Würze und als lange haltbar.

Es wird vermutet, dass Karl der Große die Rebsorte von Frankreich an den Rhein brachte. Der wohl bekannteste Orleans wurde 1920 und 1921 in Rüdesheim gekeltert: 1988 kamen die letzten Flaschen dieser Jahrgänge aus den Beständen des Staatsweingutes Kloster Eberbach zur Versteigerung und erzielten Spitzenpreise. Die Qualität dieser Weine war noch gut bis sehr gut und ließ Weinkundige staunen.

Professor Becker von der Forschungsanstalt Geisenheim entdeckte verwilderte Rebstöcke auf aufgelassenen Terrassen des Rüdesheimer Berges und züchtete in den 80er und 90er Jahren die Rebsorte neu. Desweiteren wurden 2008 bei einer bundesweiten Erhebung durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung fünf Reben am Disibodenberg bei Odernheim am Glan gefunden. Durch die ampelografischen Vergleiche wurde dieser Fund bestätigt und möglicherweise handelt es sich hierbei um die ältesten Reben Deutschlands.

Nach der Neuzüchtung wurden zuerst in Rüdesheim, dann in Laumersheim Versuchspflanzungen durchgeführt.

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönigin