Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Freitag, 23. Februar 2018

4°C

LEO - Weinlexikon

Das LEO-Lexikon Wein erklärt wichtige Begriffe rund um das Thema Wein. Hier finden Sie alle Folgen, die seit Januar 2006 veröffentlicht wurden. Autorinnen waren die Pfälzischen Weinköniginnen.

Das LEO-Weinlexikon gibt es auch als Buch im RHEINPFALZ-Shop zu kaufen.

Karen Storck aus Einselthum vertrat die Pfalz bis Oktober 2011 in Sachen Wein und gab ihr fachliches Wissen charmant an die LEO-Leser weiter.

Gabi Klein aus Neustadt-Diedesfeld war bis Oktober 2010 amtierende Weinhoheit. Die Hobby-Zauberin erwies sich auch beim LEO-Lexikon Wein als geistreich.

Patricia Frank aus Bockenheim hat als ihre Vorgängerin Woche für Woche interessante Beiträge rund ums Thema Wein verfasst. Sie wurde im Oktober 2008 zur Pfälzischen Weinkönigin gekürt.

Julia Becker übernahm 2007/2008 die Krone und repräsentierte in dieser Zeit den Pfälzer Wein. Auch sie erwies sich als Kennerin, wie in ihren Texten zu lesen war.

Susanne Winterling aus Niederkirchen amtierte 2006/2007 als Pfälzische Weinkönigin und blieb dem LEO-Lexikon Wein auch während ihrer Zeit als Deutsche Weinprinzessin 2007/2008 als Autorin erhalten.

Die erste Lexikon-Autorin, Katja Schweder aus Hochstadt, war 2005/2006 Pfälzische Weinkönigin und schrieb auch als Deutschen Weinkönigin 2006/2007 weiterhin Lexikon-Beiträge.

Begriffe in alphabetischer Reihenfolge

Spätlese

 

Wie aus einer scheinbar unabwendbaren Katastrophe eine bahnbrechende Entdeckung für die Weinbranche werden kann, zeigt die Geschichte der Spätlese.

Im Jahr 1775 warteten die Mönche im Schloss Johannisberg auf den Boten des Fürstbischofen von Fulda, der die Lesegenehmigung überbringen sollte. Aus unbekannten Gründen hatte der Reiter Verspätung. Der Ritt von Fulda bis zum Schloss dauerte ungewöhnlich lange. Jede andere Gemeinde im Rheingau entschied über den Zeitpunkt des Lesetermins selbst, nur die Johannisberger Mönche warteten wie auf glühenden Kohlen. Ohne die fürstbischöflische Genehmigung durfte mit der Lese nicht begonnen werden.

Währenddessen begannen die Trauben zu faulen, Botrytis breitete sich aus. Man rechnete mit dem Schlimmsten. Doch als der Bote endlich eintraf, die Trauben geerntet und der Wein vergoren war, waren alle überrascht, sogar begeistert! Der Jahrgang 1775 gilt als legendär. Die erste „Spätlese“ der Weingeschichte war entstanden.

Heute muss kein Winzer mehr auf den Spätlesereiter warten. Sofern das Mindestmostgewicht erreicht ist, liegt es in seiner Hand, wann er mit der Ernte der Spätlesetrauben beginnt. Spätlesen sind Festtagsweine, brauchen aber nicht unbedingt den festtäglichen Rahmen um Ihnen Freude zu bereiten!

 

Susanne Winterling

 

Pfälzische Weinkönigin