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Montag, 16. Juli 2018

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LEO - Weinlexikon

Das LEO-Lexikon Wein erklärt wichtige Begriffe rund um das Thema Wein. Hier finden Sie alle Folgen, die seit Januar 2006 veröffentlicht wurden. Autorinnen waren die Pfälzischen Weinköniginnen.

Das LEO-Weinlexikon gibt es auch als Buch im RHEINPFALZ-Shop zu kaufen.

Karen Storck aus Einselthum vertrat die Pfalz bis Oktober 2011 in Sachen Wein und gab ihr fachliches Wissen charmant an die LEO-Leser weiter.

Gabi Klein aus Neustadt-Diedesfeld war bis Oktober 2010 amtierende Weinhoheit. Die Hobby-Zauberin erwies sich auch beim LEO-Lexikon Wein als geistreich.

Patricia Frank aus Bockenheim hat als ihre Vorgängerin Woche für Woche interessante Beiträge rund ums Thema Wein verfasst. Sie wurde im Oktober 2008 zur Pfälzischen Weinkönigin gekürt.

Julia Becker übernahm 2007/2008 die Krone und repräsentierte in dieser Zeit den Pfälzer Wein. Auch sie erwies sich als Kennerin, wie in ihren Texten zu lesen war.

Susanne Winterling aus Niederkirchen amtierte 2006/2007 als Pfälzische Weinkönigin und blieb dem LEO-Lexikon Wein auch während ihrer Zeit als Deutsche Weinprinzessin 2007/2008 als Autorin erhalten.

Die erste Lexikon-Autorin, Katja Schweder aus Hochstadt, war 2005/2006 Pfälzische Weinkönigin und schrieb auch als Deutschen Weinkönigin 2006/2007 weiterhin Lexikon-Beiträge.

Begriffe in alphabetischer Reihenfolge

Weinbergschütze

 

Ein Weinbergschütze (auch Wengertschütz, Weinberghüter oder Wengerter), ist ein Helfer des Weinbauern, der mit einer Ratsche, Peitsche oder Schreckschusspistole den Weinberg beschützt.

Erste Erwähnungen eines Weinbergschützen finden sich in der österreichischen Weinbauordnung von 1352, die detaillierte Vorschriften und strenge Strafen vorsah. Bereits der, der nur drei Weintrauben stahl, war ein „schädlicher Mann“.

Wenn im Herbst draußen im Weinberg die Trauben heranreiften, wurden Weinbergschützen angestellt. Für arme Leute, die keinen eigenen Wein hatten, ein begehrter Posten, weil sie sich dabei ihren Haustrunk verdienen konnten. Rechtschaffende Männer wurden somit mit der Weinbergwache beauftragt, wodurch sie hohes Ansehen genossen.

Die Aufgabe des Weinbergschützen war es, Traubendiebstähle zu verhindern, gefräßige Stare oder andere Tiere, wie Dachse, zu vertreiben und vorzeitige Lesen zu verhindern. Dazu erzeugte der Weinbergschütze stetig Geräusche, um die Tiere zu vertreiben. Kleidung und Ausrüstung des Weinbergschützen waren neben der Schrotflinte nur selten auffallend.

Während früher die Trauben mit Holzrätschen bewacht wurden, sind es heute zunehmend Pistolenschüsse, mit denen die Tiere vertrieben werden. Für das Tragen der Waffe und das Abschießen der Platzpatronen erhält der Weinbergschütze eine spezielle Berechtigung des Bürgermeisters. Sonst ist ein „kleiner Waffenschein“ erforderlich.

Heute kommen für die Vertreibung automatisierte Dauerbeschallung, Netze und andere Methoden zum Einsatz. Weinberghüter tragen teilweise nur noch zu Repräsentationszwecken den Namen und ihre Rätschen sind bei Festen und Umzügen im Einsatz.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin