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Freitag, 24. November 2017

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LEO - Weinlexikon

Das LEO-Lexikon Wein erklärt wichtige Begriffe rund um das Thema Wein. Hier finden Sie alle Folgen, die seit Januar 2006 veröffentlicht wurden. Autorinnen waren die Pfälzischen Weinköniginnen.

Das LEO-Weinlexikon gibt es auch als Buch im RHEINPFALZ-Shop zu kaufen.

Karen Storck aus Einselthum vertrat die Pfalz bis Oktober 2011 in Sachen Wein und gab ihr fachliches Wissen charmant an die LEO-Leser weiter.

Gabi Klein aus Neustadt-Diedesfeld war bis Oktober 2010 amtierende Weinhoheit. Die Hobby-Zauberin erwies sich auch beim LEO-Lexikon Wein als geistreich.

Patricia Frank aus Bockenheim hat als ihre Vorgängerin Woche für Woche interessante Beiträge rund ums Thema Wein verfasst. Sie wurde im Oktober 2008 zur Pfälzischen Weinkönigin gekürt.

Julia Becker übernahm 2007/2008 die Krone und repräsentierte in dieser Zeit den Pfälzer Wein. Auch sie erwies sich als Kennerin, wie in ihren Texten zu lesen war.

Susanne Winterling aus Niederkirchen amtierte 2006/2007 als Pfälzische Weinkönigin und blieb dem LEO-Lexikon Wein auch während ihrer Zeit als Deutsche Weinprinzessin 2007/2008 als Autorin erhalten.

Die erste Lexikon-Autorin, Katja Schweder aus Hochstadt, war 2005/2006 Pfälzische Weinkönigin und schrieb auch als Deutschen Weinkönigin 2006/2007 weiterhin Lexikon-Beiträge.

Begriffe in alphabetischer Reihenfolge

Mostkonzentration

 

Die Mostkonzentration ist ein modernes „Vinifikationsverfahren“. Unter diesem Begriff werden alle die Weinbereitung umfassenden Maßnahmen im Keller, inklusive Traubenverarbeitung und Gärung, allerdings ausschließlich Ausbau durch Reifung und Weinlagerung zusammengefasst.

Bei der Mostkonzentration wird dem Most oder dem Wein durch verschiedene Verfahren Wasser entzogen um somit die Konzentration bestimmter Inhaltsstoffe zu erhöhen. In verregneten Jahren können dadurch das durch Osmose aufgenommene Wasser in der Beere oder auch der Tau bei der Lese schonend entfernt werden, welche die Zuckerkonzentration verdünnen würden. Schon in der Antike wurden Traubeninhaltsstoffe durch die alte Methode des Trocknens auf diese Weise konzentriert.

Die Mostkonzentration kann durch drei Verfahren erreicht werden: Umkehrosmose, Vakuumverdampfung und Cryoextraktion. Bei allen drei Möglichkeiten wird jedoch nicht der gesamte Most bearbeitet, sondern nur ein geringer Teil, der danach wieder mit dem Rest zurückverschnitten wird. Die Mostkonzentration wird auch als „echte“ Qualitätssteigerung bezeichnet, anders als bei der Chaptalisierung, bei der Wein mit Zucker von außen aufgebessert wird. Grundsätzlich gilt: Wer Mostkonzentration anwendet, dem ist in Deutschland das gleichzeitige Chaptalisieren verboten.

Ziel dieses Verfahrens ist es, gute Qualität noch weiter zu steigern. Dabei gilt allerdings auch eine Faustregel: „Gutes wird besser – Schlechtes wird schlechter“. Denn bei dieser Methode werden nicht nur die vorteilhaften Inhaltsstoffe konzentriert, sondern gleichzeitig auch immer die unerwünschten, wie etwa Säure oder Fehlaromen. Somit kann aus einer schlechten Qualität auch kein guter Wein konzentriert werden.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin