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Dienstag, 17. Juli 2018

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LEO - Weinlexikon

Das LEO-Lexikon Wein erklärt wichtige Begriffe rund um das Thema Wein. Hier finden Sie alle Folgen, die seit Januar 2006 veröffentlicht wurden. Autorinnen waren die Pfälzischen Weinköniginnen.

Das LEO-Weinlexikon gibt es auch als Buch im RHEINPFALZ-Shop zu kaufen.

Karen Storck aus Einselthum vertrat die Pfalz bis Oktober 2011 in Sachen Wein und gab ihr fachliches Wissen charmant an die LEO-Leser weiter.

Gabi Klein aus Neustadt-Diedesfeld war bis Oktober 2010 amtierende Weinhoheit. Die Hobby-Zauberin erwies sich auch beim LEO-Lexikon Wein als geistreich.

Patricia Frank aus Bockenheim hat als ihre Vorgängerin Woche für Woche interessante Beiträge rund ums Thema Wein verfasst. Sie wurde im Oktober 2008 zur Pfälzischen Weinkönigin gekürt.

Julia Becker übernahm 2007/2008 die Krone und repräsentierte in dieser Zeit den Pfälzer Wein. Auch sie erwies sich als Kennerin, wie in ihren Texten zu lesen war.

Susanne Winterling aus Niederkirchen amtierte 2006/2007 als Pfälzische Weinkönigin und blieb dem LEO-Lexikon Wein auch während ihrer Zeit als Deutsche Weinprinzessin 2007/2008 als Autorin erhalten.

Die erste Lexikon-Autorin, Katja Schweder aus Hochstadt, war 2005/2006 Pfälzische Weinkönigin und schrieb auch als Deutschen Weinkönigin 2006/2007 weiterhin Lexikon-Beiträge.

Begriffe in alphabetischer Reihenfolge

Weinstein

 

Wenn eine Flasche Wein entkorkt wird, findet man hin und wieder am Korkspiegel oder in der Flasche winzige, glänzende Kristalle. Diese Kristalle nennt der Fachmann Weinstein. Er entsteht durch die Verbindung von Weinsäure mit Kalzium und Kalium. Das sind Stoffe, die im Wein von Natur aus vorhanden sind. Kalium gilt als Mineralstoff von gesundheitlichem Wert, Weinsäure als Hinweis auf besonders ausgeprägte Reife. Dies bedeutet: je reifer die Trauben sind, desto größer ist der Anteil an Weinsäure. Je länger die Trauben am Rebstock reifen, desto länger haben sie Zeit, aus dem Boden viele Mineralien wie etwa Kalium aufzunehmen. Weinstein ist daher eher ein natürliches Zeichen von Qualität. Gerade hier in der Pfalz gibt es sehr mineralische Böden, ideal für gesunde, kräftige Weine, die sich ab und zu gerne mit Weinstein präsentieren.

 

Im größeren Umfang fällt Weinstein beim Weinausbau im Keller an. In alten Holzfässern findet man Zentimeter dicke Weinsteinablagerungen, eine Ansammlung von Millionen kleiner Kristalle. Damit der Weinstein in der Flasche bleibt, muss der Wein vorsichtig ausgegossen werden. Rotwein kann man in einer Karaffe dekantieren. Weißwein sollte man vorsichtig direkt aus der Flasche in das Glas einschenken. Weinstein wird übrigens in der Industrie als wertvoller Rohstoff verwendet. Feingemahlen findet man ihn im Backpulver oder in Arzneimitteln zur Linderung von Verdauungsstörungen, sogar als Silberputzmittel wird er eingesetzt.

 

Katja Schweder, Pfälzische Weinkönigin 2005/2006