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Samstag, 18. November 2017

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LEO - Weinlexikon

Das LEO-Lexikon Wein erklärt wichtige Begriffe rund um das Thema Wein. Hier finden Sie alle Folgen, die seit Januar 2006 veröffentlicht wurden. Autorinnen waren die Pfälzischen Weinköniginnen.

Das LEO-Weinlexikon gibt es auch als Buch im RHEINPFALZ-Shop zu kaufen.

Karen Storck aus Einselthum vertrat die Pfalz bis Oktober 2011 in Sachen Wein und gab ihr fachliches Wissen charmant an die LEO-Leser weiter.

Gabi Klein aus Neustadt-Diedesfeld war bis Oktober 2010 amtierende Weinhoheit. Die Hobby-Zauberin erwies sich auch beim LEO-Lexikon Wein als geistreich.

Patricia Frank aus Bockenheim hat als ihre Vorgängerin Woche für Woche interessante Beiträge rund ums Thema Wein verfasst. Sie wurde im Oktober 2008 zur Pfälzischen Weinkönigin gekürt.

Julia Becker übernahm 2007/2008 die Krone und repräsentierte in dieser Zeit den Pfälzer Wein. Auch sie erwies sich als Kennerin, wie in ihren Texten zu lesen war.

Susanne Winterling aus Niederkirchen amtierte 2006/2007 als Pfälzische Weinkönigin und blieb dem LEO-Lexikon Wein auch während ihrer Zeit als Deutsche Weinprinzessin 2007/2008 als Autorin erhalten.

Die erste Lexikon-Autorin, Katja Schweder aus Hochstadt, war 2005/2006 Pfälzische Weinkönigin und schrieb auch als Deutschen Weinkönigin 2006/2007 weiterhin Lexikon-Beiträge.

Begriffe in alphabetischer Reihenfolge

Weinaromen

 

Weinaromen gehören zu den Geschmacks- und Geruchsstoffen, die unter den Begriff Sortenbukett fallen. Das Wort Aroma stammt aus dem griechischen und bedeutet Gewürz. Demnach ist der Gewürztraminer, wie es der Name schon sagt, eine ausgesprochene Aromasorte.

Der menschliche Geruchsinn bestimmt unser Leben viel mehr als es uns bewusst ist. Wohlbefinden, Sympathie, Stimmung und viele andere Empfindungen werden wesentlich von Gerüchen bestimmt. Auch beim Genuss von Wein spielt die Nase eine erhebliche Rolle. Das Aroma des Weins hat einen entscheidenden Einfluss, ob wir Wein mögen. Die Nase lässt auch, viel mehr als Aussehen und Geschmack, Rückschlüsse auf Rebsorten, Herkunft und Ausbau zu. Ein Wein kann bis zu 1000 Aromastoffe beinhalten, und davon sind nur etwa um die 20 Aromen sensorisch wahrnehmbar.

Wo kommen nun die Aromen im Wein eigentlich her? In der Weinliteratur unterscheidet man zwischen primären, sekundären oder tertiären Aromen. Genau diese Unterscheidung ist auch der Schlüssel zur Herkunft der Aromen, also der Substanz, die in gelöster Form den Geruchssinn beeinflussen. Bei den primären Aromen ist die Substanz bereits in der Traube enthalten. Unter den sekundären Aromen versteht man die aromabestimmenden Substanzen, die durch den Verarbeitungsprozess der Trauben (Traubenverarbeitung, Gärung, Ausbau) entstehen. Zu diesen erwünschten Aromatisierungen gehören zum Beispiel die Vanille- oder Röstaromen beim Barriqueausbau. Die tertiären Aromen entstehen erst während der Lagerung des Weins. Den Lageraromen ist auch der häufigste und bekannteste Fehlerton, der Korkschmecker, zuzuordnen.

Die Aromen sind bei der Sortenbeurteilung ein bedeutendes Qualitätsmerkmal und spielen bei der Sensorik eine große Rolle. Die Entwicklung der Aromen von der Traube bis zur Flasche kann durch eine Reihe weinbaulicher und kellerwirtschaftlicher Maßnahmen positiv beeinflusst werden. Hierzu gehören vor allem gesunde Trauben mit einem möglichst hohen Reifegrad, eine zügige Verarbeitung des Lesegutes, nach Möglichkeit eine gezügelte Gärung sowie eine schonende Weinbehandlung. Unsere Weine sind heute ohne hochwertige und sortentypische Aromen nicht mehr denkbar. Aromen verzaubern und lassen uns zu Aromaentdeckern im Glas werden. Es ist eine Faszination, den Wein in der Nase zu spüren und die Aromen über die Zunge tanzen zu lassen, um sich zu fragen, nach welchem Aroma schmeckt der Wein?

 

Julia Becker

 

Pfälzische Weinkönigin