Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Donnerstag, 19. Juli 2018

31°C

LEO - Weinlexikon

Das LEO-Lexikon Wein erklärt wichtige Begriffe rund um das Thema Wein. Hier finden Sie alle Folgen, die seit Januar 2006 veröffentlicht wurden. Autorinnen waren die Pfälzischen Weinköniginnen.

Das LEO-Weinlexikon gibt es auch als Buch im RHEINPFALZ-Shop zu kaufen.

Karen Storck aus Einselthum vertrat die Pfalz bis Oktober 2011 in Sachen Wein und gab ihr fachliches Wissen charmant an die LEO-Leser weiter.

Gabi Klein aus Neustadt-Diedesfeld war bis Oktober 2010 amtierende Weinhoheit. Die Hobby-Zauberin erwies sich auch beim LEO-Lexikon Wein als geistreich.

Patricia Frank aus Bockenheim hat als ihre Vorgängerin Woche für Woche interessante Beiträge rund ums Thema Wein verfasst. Sie wurde im Oktober 2008 zur Pfälzischen Weinkönigin gekürt.

Julia Becker übernahm 2007/2008 die Krone und repräsentierte in dieser Zeit den Pfälzer Wein. Auch sie erwies sich als Kennerin, wie in ihren Texten zu lesen war.

Susanne Winterling aus Niederkirchen amtierte 2006/2007 als Pfälzische Weinkönigin und blieb dem LEO-Lexikon Wein auch während ihrer Zeit als Deutsche Weinprinzessin 2007/2008 als Autorin erhalten.

Die erste Lexikon-Autorin, Katja Schweder aus Hochstadt, war 2005/2006 Pfälzische Weinkönigin und schrieb auch als Deutschen Weinkönigin 2006/2007 weiterhin Lexikon-Beiträge.

Begriffe in alphabetischer Reihenfolge

Reinzuchthefen

 

Hefen sind einzellige, zu den Pilzen zählende Mikroorganismen. Sie kommen überall in der Natur vor und sind vor allem bei solchen Früchten zu finden, die Zuckerlösungen bilden. Besonders gerne siedeln sich diese „wilden Hefen“ in den mikrofeinen Rissen der Beerenhaut der Trauben an. Für die Weinbereitung sind sie meist unerwünscht, da sie unkontrolliert die Gärung einleiten, die Spontangärung – und sich somit auch schädlich auf das Endprodukt auswirken können. Aus diesem Grund setzt man Reinzuchthefen ein.

Reinzuchthefen sind Hefestämme, die aus besonders guten Weinen sorgsam isoliert und selektiert wurden und für ein bestimmtes Einsatzgebiet optimiert und gezüchtet werden. Sie bestehen aus einem Hefestamm, der frei von Schimmelpilzen, Bakterien oder anderen Hefen ist. Die zwei wichtigsten Reinzuchthefen für die Weinbereitung sind die Zuckerpilze der Gattung Saccharomyces: „Saccharomyces cerevisiae var. ellipsoideus“ und „Saccharomyces cerevisiae var. pastorianus“. Sie werden auch als die „echten Weinhefen“ bezeichnet. Sie wandeln während der alkoholischen Gärung den im Most vorhandenen Zucker um in Alkohol, Kohlensäure und Bukettstoffe.

Die Zugabe von Reinzuchthefen verhilft den bereits vorhandenen erwünschten Hefestämmen zu rascher Dominanz und unterdrückt somit die Entwicklung weniger erwünschter Mikroorganismen. In Folge kommt es zu einer geringeren Produktion negativer Gärungsnebenprodukte, wie etwa des Histamins. Daher werden die mit Reinzuchthefen vergorenen Weine tendenziell als bekömmlicher eingestuft.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin