leo-genusstipp Feigenernte in der Pfalz hat begonnen

In ganzer Pracht: Feigen sind jetzt reif.
In ganzer Pracht: Feigen sind jetzt reif.

Die Pfalz gilt als Paradies für Feigen. Nirgendwo sonst in Deutschland, so das Pfalz.Marketing, wachsen so viele der aromatischen Früchte wie hier in der Region. Etwa 50.000 Bäume und Sträucher gebe es schätzungsweise vor allem zwischen Rhein und Haardt, und die hängen nun voll. Die Ernte hat begonnen, und Werner Ollig, Leiter der Gartenakademie Rheinland-Pfalz beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR), erwartet einen normalen Ertrag, da es keine Frostschäden gab.

Römer brachten Feigen mit

80.000 Kilogramm Feigen, die mittlerweile fast wie der Wein zur Pfalz gehören und von den Römern mitgebracht worden sein sollen, werden jährlich hier geerntet. Und die werden ausschließlich von hiesigen Gastronomen, Konditoren und Privatleuten verarbeitet. In Restaurants etwa kommen kreative und geschmackvolle Gerichte rund um die Feige auf den Tisch. Ganz einfach ist das nicht, da an einem Tag verhältnismäßig immer nur wenige Früchte an einem Baum reifen, die Herausforderung darin besteht, genügend Feigen für Speisen, Torten und Co. zu erhalten. Fündig werden Profis wie auch Hobbyköche bei der Feigenbörse, die es seit vielen Jahren gibt. Im Internet können sich unter www.pfalz.de/feigenboerse all jene registrieren lassen, die Feigen verkaufen oder kaufen möchten. Eine Initiative, die in der Vergangenheit großen Zuspruch erfahren habe, wie Dr. Detlev Janik, Geschäftsführer bei Pfalz.Marketing, berichtet.

Bis weit in den August werden die Feigen nun geerntet, und wer mehr zum Thema wissen will, findet weitere Informationen unter www.pfalz.de.

Zum Nachtisch nachmachen: Feigen-Ravioli

Zutaten für zwei Portionen:

für den Teig 500g Weizenmehl, 240g Butter, 40g Butterschmalz, 80g Zucker, 80 mlWasser, 2 Prise(n) Salz; für die Füllung 320g Feigen, 80g getrocknete Walnüsse, 100ml Weißwein, 20 ml Wasser, 2 Eiweiß; für die Garnitur 8EL Puderzucker

Zubereitung:

Butter und Butterschmalz rechtzeitig vor dem Backen aus der Kühlung nehmen, damit sie weich sind. Nun alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit 40 ml Wasser zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig für eine Stunde kühl stellen. Für die Füllung die Feigen klein schneiden, und die Walnüsse ebenfalls zerkleinern. Beide Zutaten mit 50 ml Weißwein und 10 ml Wasser pürieren. Nun den Teig etwa 2 mm dick ausrollen. Mit einem Teelöffel die Füllung in den entsprechenden Abständen auf die Hälfte des Teigs setzen, die Ränder um die Füllung mit Eiweiß bepinseln und mit der anderen Hälfte bedecken. Die Ravioli ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes, Blech setzen. Den übrigen Teig wieder zusammenkneten und weiter verfahren, wie voran beschrieben. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Ravioli bei dieser Temperatur etwa 20 Minuten backen. Noch heiß mit Puderzucker betreuen. Bei Bedenken wegen des Weißweins empfiehlt sich als alkoholfreie Alternative und Ersatz auch Orangenblütenwasser.

Zum Nachblättern

Wer sie jetzt pflückt, darf sich über eine aromatische Frucht freuen, die frisch vom Baum ebenso schmeckt wie geschmackvoll in verschiedenen Gerichten zubereitet. 33 Rezepte rund um die Feige, von süß bis herzhaft, finden sich in dem Kochbuch, dazu Wissenswertes. Die Feige gilt als Superfood, ist reich an Vitaminen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen.

„Feige – Das Kochbuch“, St. Benno

Verlag, 64 Seiten, 16,95 Euro