leo-wellnesstipp: NATURKOSMETIK aus aller welt Amazonas-Beeren und japanisches Reis-Extrakt

Es grünt so grün: Grüner Tee, unter anderem von den Tee-Plantagen Japans, entspannt Geist und Haut.
Es grünt so grün: Grüner Tee, unter anderem von den Tee-Plantagen Japans, entspannt Geist und Haut.
Auch in der Kosmetik beliebt: Honig.
Auch in der Kosmetik beliebt: Honig.
Lässt sich gleich doppelt auf den Lippen genießen: die Açaí-Beere.
Lässt sich gleich doppelt auf den Lippen genießen: die Açaí-Beere.
Duftende Haarpflege: In das Öl der Kokosnuss werden in Taihiti Tiaré-Blüten eingelegt.
Duftende Haarpflege: In das Öl der Kokosnuss werden in Taihiti Tiaré-Blüten eingelegt.

In die Ferne schweifen fällt in Corona-Zeiten schwer. Etwas Exotik in den tristen Alltag bringt garantiert eine Wellness-Reise – die gelingt mit unseren Tipps auch in den eigenen vier Wänden.

Superfood von der Biene

Aus dem Nektar der neuseeländischen Manuka-Pflanze wird das gleichnamige flüssige Gold gewonnen. Dem wildwachsenden Teebaum oder -strauch wird eine große Heilwirkung nachgesagt. Das rührt daher, dass Manuka viel Methylglyoxal (MGO) enthält, das bei der Bestäubung im Darm der Biene gebildet wird. Auch in unserem heimischen Honig findet sich dieser Stoff, allerdings in hundertfach geringerer Konzentration. Wissenschaftlich belegt ist dessen antibakterielle Wirkung im Körper zwar nicht, in der äußeren Anwendung ist der seltene Honig allerdings vollgepackt mit Nährstoffen, kraftvollen Antioxidantien und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften, welche die Haut glatter, geschmeidiger und jünger aussehen lassen. Verwöhnen lässt sich die Haut etwa mit einer selbstgemachten Gesichtsmaske aus Quark und Manuka Honig, bei dessen Kauf in Apotheken und Reformhäusern auf das UMF-Siegel des neuseeländischen Imkerverbandes und den MGO-Gehalt zu achten ist.

Wunderbeere vom Amazonas

Reich an Vitaminen und Mineralstoffen, unter anderem Calcium (besonders für Veganer interessant), ist die sogenannte Açaí-Beere (gesprochen „Assa-i“), die im südamerikanischen Amazonasgebiet beheimatet ist. Die Früchte, die an bis zu 25 Meter hohen Kohlpalmen wachsen, sehen ähnlich aus wie unsere heimischen Heidelbeeren, sind nur etwas größer und rot-schwarz. Durch die vielen enthaltenen Antioxidantien finden sie auch in der Anti-Aging-Kosmetik Anwendung. Genussvoll wirken sie in der Zubereitung einer leckeren Frühstücksbowle. Hierzu 200 g Açaí-Pürree, 2 Bananen und 100 ml Mandelmilch in einen Standmixer geben und zu einer homogenen Masse mixen, anschließend in eine Schüssel füllen und nach Belieben mit Kürbiskernen, Kokosflocken und Erdbeeren dekorieren. Auch als Lippenpflege eignet sich die Açaí: In einem größeren Topf Wasser erhitzen, einen kleineren Topf hineinstellen. Kokosöl und Bienenwachs zufügen. Unter Rühren schmelzen lassen. Vom Herd nehmen. 1 bis 2 TL Açaí-Pulver einrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Das Ganze in einen vorbereiteten, sauberen Cremetiegel füllen. Kurz abkühlen und im Kühlschrank vollständig erkalten lassen.

Grüne Reinigung aus Japan

In einen entspannten Spaziergang durch die Tee-Plantagen Japans träumen wir uns mit dem Genuss einer frisch aufgebrühten Tasse grünen Tees. Dabei unbedingt darauf achten, dass die gekauften Tee-Blätter nicht fermentiert, sondern an der Luft getrocknet sind. Damit der Tee nicht zu bitter wird und seine enthaltenen Antioxidantien wirkungsvoll entfalten kann, sollte man kalkarmes Wasser verwenden und den Aufguss nicht länger als drei Minuten bei einer Wassertemperatur zwischen 60 und 90 Grad ziehen lassen. Der gebrauchte Teebeutel lässt sich gleich wiederverwerten – zur Beseitigung von Hautunreinheiten. Den Beutel nach dem Aufguss auf einem Teller im Kühlschrank für eine Stunde vollkommen auskühlen lassen. Anschließend mit dem Beutel über die Haut gleiten. Der hohe Anteil an Zink in den Teeblättern wirkt laut Studien antibakteriell, entzündungshemmend und porenverfeinernd. Ebenfalls ein Beauty-Tipp aus dem Pazifikstaat: Gesichtspflege mit Reis-Extrakt.

Taihiti: Duftende Tiaré-Blüten in Kokosöl

Der zarte Duft von Kokos weckt unweigerlich Urlaubsgefühle. In Tahiti werden traditionell Tiaré-Blüten im Öl aus der Nuss eingelegt. Daraus entsteht sogenanntes Monoi-Öl. Feuchtigkeit spendet eine Maske für trockene Kopfhaut und Haare. Einfach die Haare zunächst wie gewohnt mit Shampoo waschen, dann das Kokosöl in die handtuchgetrockneten, gekämmten Haare einmassieren, in Längen und Kopfhaut. Die Haare in einen Turban einwickeln und das Öl 45 bis 60 Minuten einwirken lassen. Ausspülen – fertig!

Afrika: Sheabutter

Als das Gold Afrikas gilt Sheabutter. Frauen schwören auf die vielseitige Wirkung des aus Nüssen gewonnenen Fettes. Besonders bei trockener Haut und spröden Haaren kommt die „Wunderbutter“ zum Einsatz. Ihre feuchtigkeitsspendende Wirkung wird für Body-Lotions und Cremes verwendet. Gewonnen werden die Inhaltsstoffe aus den Früchten des sogenannten Karité-Baumes. Die geernteten Nüsse werden geschält, zerkleinert und mit heißem Wasser vermischt. Daraus entsteht ein geruchsfreies, gelbliches Pflanzenfett, das auch beim Kochen Anwendung findet.

Weitere Tipps aus anderen Ländern

„Bella Italia“ heißt es nicht von ungefähr. Eines der Schönheitsgeheimnisse der Damen aus Italien ist Olivenöl. Kaltgepresst gilt es als Alleskönner in der Körperpflege – ob zur Versorgung mit Vitalstoffen von innen heraus, als Body-Lotion für strahlende Haut, als Regeneration von rauen Lippen sowie strapazierten Haarspitzen.

Eine wunderbar nachhaltige Art, den Kaffeesatz wiederzuverwerten, ist, diesen als Peeling unter der Dusche zu verwenden. Die Inhaltsstoffe regen die Durchblutung an, machen die Haut samtig-weich und straffen sie leicht. Seinen Ursprung hat dieses Schönheitsritual in Russland.

Nicht nur in der Pfalz, auch in Frankreich landet der Rebensaft gerne im Glas – oder auf dem Gesicht. Kleingehackt werden Trauben aufs Gesicht gelegt: Sie sollen so die Haut mit reichlich Feuchtigkeit und Antioxidantien versorgen.

Ein wahrer Klassiker unter den Beautytipps ist Schlamm aus dem Toten Meer. In Israel wird diese natürliche Universalhautpflege seit langem praktiziert. Für heilende Wirkung sorgt das desinfizierende Meersalz, das Verhornungen löst, Poren reinigt, nachweislich Giftstoffe bindet und Pickeln und Mitessern vorbeugt.

Einen ebenmäßigen Teint soll dieses Rezept aus Schweden zaubern: Einige Spritzer kaltes Mineralwasser ins Gesicht geben. Die Kohlensäure-Bläschen wirken wie Mikrobürstchen, die abgestorbene Hautschuppen entfernen und porentief reinigen.