Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Donnerstag, 24. Mai 2018

23°C

Donnerstag, 08. Februar 2018 Drucken

TV & Kino

Überleben ist alles: »Wind River«

Von Markus Giffhorn

Jagd auf einen Mörder: FBI-Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen) und Jäger Cory Lambert (Jeremy Renner).

Jagd auf einen Mörder: FBI-Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen) und Jäger Cory Lambert (Jeremy Renner). (Foto: Wildbunch Germany/frei)

Unwirtliche Gegend: In ländlich geprägten Wyoming herrschen raue Sitten.

Unwirtliche Gegend: In ländlich geprägten Wyoming herrschen raue Sitten. (Foto: Wildbunch Germany/frei)

Er wird als einer der aufregendsten Drehbuchautoren Hollywoods gehandelt: Taylor Sheridan.

Nach den Vorlagen zu den jeweils für den Oscar nominierten Filmen „Sicario“ und „Hell or High Water“ wagt er sich mit „Wind River“, der nach den beiden anderen den Abschluss einer inoffiziellen Trilogie bildet, nun an sein Regiedebüt. Und knüpfe laut Kritikern an die Erfolge an.

Arktisches Klima und menschenleere Schneewüsten

Schauplatz der packenden Inszenierung ist der unwirtliche Bundesstaat Wyoming, geprägt durch arktisches Klima und menschenleere Schneewüsten, eine Gegend, in der sich auch das Indianerreservat Wind River befindet. Hier herrschen bedrückende Stille und Einsamkeit, männliche Frustration und Langeweile, die eine gefährliche Mischung sein können. Trotz dieser widrigen Umstände wirkt die Kulisse für den Betrachter beeindruckend und gewaltig. In dieser kommt es gleich zur ersten packenden und fesselnden Szene. Eine junge Frau rennt bei grellem Vollmondlicht durch die endlos scheinende Schneelandschaft um ihr Leben, das sie schließlich verliert. Gefunden wird die Leiche von Jäger und Fährtenleser Cory Lambert (stark gespielt von Jeremy Renner), der feststellen muss, dass die 18-Jährige (Kelly Asbille) eine Freundin seiner Tochter war. Die wurde drei Jahre zuvor unter ungeklärten Umständen ermordet, was an dem kernigen und wortkargen Mann immer noch nagt.

Gemeinsame Jagd auf den Mörder

Aufklären soll den Fall die unerfahrene und vor allem ortsunkundige FBI-Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen), die auf die Hilfe des Wildhüters angewiesen ist. Gemeinsam machen sie Jagd auf den Mörder, an einem Ort, in dem die Reservatsbewohner Fremden stets skeptisch und ablehnend gegenüber stehen, Drogen und Alkohol einzige Freuden sind. Sheridan baut seinen Plot dabei geradlinig auf, setzt auf die explosive Szenerie, in der es jederzeit zu Gewaltausbrüchen kommen kann. Hier entscheiden die menschlichen Urinstinkte, es geht nur ums Überleben.

 

Nerven zerreißend schreitet die Geschichte voran, Spur um Spur wird verfolgt, ehe es zum furiosen blutigen Finale kommt. Ein archaischer Kampf auf Leben und Tod.


Info

»Wind River«: mit Jeremy Renner, Elizabeth Olsen, Kelsey Asbille; Regie: Taylor Sheridan; USA 2017, 107 Minuten, ab 16 Jahren, Kinostart: 8. Februar.

Zugang auswählen


Sie sind bereits Kunde?

Einloggen

Sie sind bereits Kunde?

Einloggen

Pfalz-Ticker