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Donnerstag, 13. Februar 2020 Drucken

TV & Kino

»TOMMASO UND DER TANZ DER GEISTER«: Ferraras Alter Ego

Will die scheinbare Ordnung aufrechterhalten: Doch in Tommasos (Willem Dafoe) Innerem brodelt es.

Will die scheinbare Ordnung aufrechterhalten: Doch in Tommasos (Willem Dafoe) Innerem brodelt es. (| Foto: Peter Zeitlinger/frei)

Rarer Sex, stagnierende Karriere, Kinder-Gequengel – ein zermürbender Alltag, der einen selbstverliebten Filmregisseur in eine regelrechte Existenz-Krise stürzt. Das Schicksal von Tommaso ist laut Kritik eine bewusste Nabelschau des Regisseurs Abel Ferrara, der als Stellvertreter seinen Freund, Hollywood-Star Willem Dafoe (herausragend), auf die Leinwand schickt. Damit tut er es Pedro Almodovar gleich, der erst kürzlich in „Leid & Herrlichkeit“ sein künstlerisches Schaffen filmisch Revue passieren ließ.

Unverblümt und schonungslos zeige Ferrara in dokumentarisch anmutenden Szenen, wie Tommaso auf dem schmalen Grat zwischen Fiktion und Realität wandert. Zwischen dem Leben mit einer sehr viel jüngeren Frau Nikki (Cristina Chiriac) und Tochter Deedee (Anna Ferrara), gespielt von Ferraras echter Frau und Tochter, und den Treffen in der Selbsthilfegruppe, in der Tommaso noch immer gegen die überwundenen (Drogen-)Exzesse kämpft – und die gefährlichen Dämonen in seinem Kopf. | crk

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