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Donnerstag, 19. März 2020 Drucken

TV & Kino

»STAR WARS: DIE LETZTEN JEDI«: Sechs Stunden Sternenkrieg

Will Luke Skywalker (Mark Hamill) um seine Unterstützung für den Widerstand bitten: Die junge Rey (Daisy Ridley) . Der reagiert zunächst ablehnend.

Will Luke Skywalker (Mark Hamill) um seine Unterstützung für den Widerstand bitten: Die junge Rey (Daisy Ridley) . Der reagiert zunächst ablehnend. (| Foto: Pro Sieben / 2017 Lucasfilm Ltd. / Jonathan Olley/frei)

150 Minuten echtes „Star Wars“, und am Ende werden die meisten Fans zwiegespalten sein. Ohne Frage bietet der achte und längste Film der Reihe eine Vielzahl herausragender Momente, die sowohl inhaltlich als auch stilistisch in Erinnerung bleiben. Das ist, sieht man von wenigen etwas langatmigen Passagen im Mittelteil ab, natürlich feines Sci-Fi-Entertainment, das geschickt mit den Erwartungen der Fans spielt. Doch obwohl „Die letzten Jedi“ einige der im Vorfeld häufig gestellten Kernfragen tatsächlich beantwortet, hinterlässt der Film (2017) auch eine gewisse Leere. Er reduziert „Star Wars“ auf die wichtigsten handelnden Personen, rückt aber die großen, fast schon philosophischen Fragen, die diese Welt seit jeher umgaben, ein Stück weit in den Hintergrund. Trotzdem lockte „Star Wars“ einmal mehr Massen an Menschen in die Kinos, in Deutschland lösten knapp sechs Millionen ein Kinoticket. Jetzt zeigt Pro Sieben das intergalaktische Spektakel erstmals im Free-TV.

Wird Luke Skywalker (Mark Hamill) tatsächlich Rey (Daisy Ridley) ausbilden? Wird Rey zur dunklen Seite der Macht wechseln? Oder Kylo Ren (Adam Driver) zu den Rebellen überlaufen? Und was wird aus Leia Organa, nachdem die Darstellerin Carrie Fisher ein Jahr vor dem Kinostart überraschend verstorben war?

Die Macher rund um Autor und Regisseur Rian Johnson haben ihr Versprechen eingehalten, hier nicht nur einen bloßen Brückenfilm vorzulegen, wie man ihn aus Kinotrilogien kennt. Indes: Beim großen Ganzen geht kaum was voran. Der finale Kampf von Erster Ordnung und Rebellion ist verschoben auf Teil IX, der 2019 in den Kinos begeisterte. Zudem ist es etwas schade, dass Chewbacca wie auch die meisten weiteren bekannten Nebenfiguren der klassischen Trilogie in „Die letzten Jedi“ nur eine Nebenrolle spielen. Weder ihm noch C-3PO oder R2-D2 gibt das Drehbuch nennenswerten Raum.

Die Kreativität in der Gestaltung der Schauplätze gehört zu den Stärken des Films – wie beim Thronsaal von Snoke (Andy Serkis), dem Obersten Anführer der Ersten Ordnung, oder wie bei einer der Schlachten auf dem Planeten Crait, auf dem die Rebellen schließlich ihre Basis haben – der Film erschafft Bilder, die im Gedächtnis bleiben – ob von knallbunter Opulenz oder erstaunlicher Schlichtheit. | tsch

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