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Donnerstag, 13. Dezember 2018 Drucken

TV & Kino

Kampf auf Rollen: »Mortal Engines – Krieg der Städte«

Von Carolin Keller

Wehrhafte Rächerin: Hester (Hera Hilmar) nimmt es mit der Monsterstadt London und dessen Anführer auf.

Wehrhafte Rächerin: Hester (Hera Hilmar) nimmt es mit der Monsterstadt London und dessen Anführer auf. (Foto: Universal/frei)

Feurige Widerstandskämpferin: Anna Fang (Jihae) rebelliert gegen die finsteren Pläne der britischen Regierung.

Feurige Widerstandskämpferin: Anna Fang (Jihae) rebelliert gegen die finsteren Pläne der britischen Regierung. (Foto: Universal/frei)

Welche Folgen ein möglicher Brexit für Großbritannien hat, kann noch niemand wirklich absehen.

Eine düstere „After-Brexit“-Fantasie liefert der Auftakt zum vierteiligen Film-Epos „Mortal Engines: Krieg der Städte“ unter der Ägide von „Herr der Ringe“-Mastermind Peter Jackson. In seiner postapokalyptischen Welt ist London wie andere Metropolen auch nach einer gewaltigen Katastrophe zu einer Monsterstadt auf Rädern geworden, die auf der Suche nach Ressourcen alles niederwalzt oder vereinnahmt.

Effektreich und emotional

Für die Verfilmung der preisgekrönten Steampunk-Tetralogie von Philip Reeve zeichnet Regisseur Peter Jackson zwar für das Drehbuch und die Produktion verantwortlich. Den Platz auf dem Regiestuhl nahm dagegen der Newcomer Christian Rivers ein, der bereits für Jacksons „Herr der Ringe“-Trilogie sowie die darauffolgende „Der Hobbit“-Prequel-Reihe, „King Kong“ und „In meinem Himmel“ Teile der Storyboards lieferte. In „Mortal Engines: Krieg der Städte“ tauscht der „alte Hase“ Jackson nun die Rollen und gibt Rivers die Zügel in die Hände. Ersten Kritiken zufolge hat Rivers das Vertrauen seines filmischen Ziehvaters damit keineswegs verspielt, schaffte es „Mortal Engines“ doch bereits in die Vorauswahl für die Oscarverleihung 2019 in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“.

Doch nicht nur optisch weiß das Fantasyabenteuer mit seinen gigantischen Kreationen der fahrenden Metropolen zu beeindrucken. Trotz kleiner erzählerischer Schwächen fesselt auch die Geschichte um den Historikerlehrling Tom Natsworthy (Robert Sheehan), dessen Leben in London auf den Kopf gestellt wird, als er auf die maskierte Hester (Hera Hilmar) trifft. Die junge wütende Frau will den Mord an ihrer Mutter rächen, für den sie Londons Anführer Thaddeus Valentine (Hugo Weaving) verantwortlich macht. Doch der geplante Anschlag scheitert und Hesters Heimatstadt wird von dem Koloss geschluckt. Von der Widerstandskämpferin Anna Fang (Jihae) erfährt das Duo von Valentines wahnsinnigen Plänen von einer gefährlichen Quantenenergiewaffe, die Londons Rohstoffhunger stillen soll ...


Info

»Mortal Engines: Krieg der Städte«: mit Hera Hilmar, Robert Sheehan, Hugo Weaving, Regie: Christian Rivers, NZL/USA 2018, 128 Minuten, ab 12 Jahren, Kinostart: 13.12.

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