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Donnerstag, 13. Februar 2020 Drucken

TV & Kino

fred diehl sieht fern: Richtig so!

Die ARD handelte nach dem Kramp-Karrenbauer-Rücktritt am Montag rasch. Sie rückte die Festsitzung des Aachener Karnevalvereins mit der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst weit nach hinten. Der 20-Uhr-Tagesschau folgte der Brennpunkt „AKK gibt auf“ (Zuschauer: 4,22 Millionen). Gleich danach die zunächst für 22.45 Uhr eingeplante Talkshow „Hart aber fair“ (Zuschauer: 3,35 Millionen) mit dem wieder genesenen Frank Plasberg zum gleichen Thema. Dahinter sofort die Tagesthemen. Zwei Stunden aktuelle Information. Bravo! Das war richtig so. Erst dann folgte der für 20.15 Uhr vorgesehene Aachener Narren-Schwerpunkt „Wider den tierischen Ernst“ (Zuschauer: 2,73 Millionen). Höhepunkt: Der Auftritt des neuen „Ritters“, des Ministerpräsidenten Armin Laschet, der mit großartiger Büttenrede aufwartete. Glanzstück: Er ließ das Publikum Schillers Ode an die Freude aus Beethovens Sinfonie Nr. 9 singen, mit Aachener Text.

Apropos Beethoven. Ich erwarte im Jubiläumsjahr des Giganten der klassischen Musik vom Fernsehen seine besten Werke zu den besten Sendezeiten. „Fidelio“ mit Jonas Kaufmann war schon zu sehen. Begeisternd Beethovens Trippelkonzert am Sonntagnachmittag bei Arte. Mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter, dem Cellisten Yo Yo Ma sowie dem Dirigenten Daniel Barenboim, der den Klavierpart spielte. Weltklasse! Der Unsinn jedoch: Die meisten Sendungen zu Beethoven kommen, Beispiel Arte, erst gegen Mitternacht. Vergesst bei Beethoven mal das Quotendenken!

Enttäuschung beim ZDF: Die Schlussfolge der Serie „Bad Banks“. erreichte am Montag nur 960.000 Zuschauer. Die letzten Worte von Leblanc zu Jana: „Solange du für mich arbeitest, liegt es in meinem Interesse, dich zu beschützen“ lassen eine Fortsetzung ahnen. Sind die Banker-Intrigen noch reizvoll?

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