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Donnerstag, 11. Oktober 2018 Drucken

TV & Kino

»Bad Times At The El Royale«: Sieben Siegel

Steht im Regen: Chris Hemsworth mimt als Charles Manson-Verschnitt Billy Lee einen Sektenführer.

Steht im Regen: Chris Hemsworth mimt als Charles Manson-Verschnitt Billy Lee einen Sektenführer. (Foto: 20th Century)

Geheimnisumwobene Femme Fatale: „Fifty Shades of Grey“-Star Dakota Johnson checkt auch im El Royale ein.

Geheimnisumwobene Femme Fatale: „Fifty Shades of Grey“-Star Dakota Johnson checkt auch im El Royale ein. ( | Foto: 20th Century Fox/freiDOPPELTERZEILENUMBRUCH)

Was wohl Quentin Tarantino von Drew Goddards „Bad Times At The El Royale“ hält? Der brandneue Noir-Thriller des Autors und Regisseurs von „The Cabin In The Woods“ wird unter Kennern als Hommage an den großen Tarantino gehandelt.

Das liegt nicht nur an den mysteriösen Figuren und deren geheimnisvollen Hintergrundgeschichten. Auch mit seinen zahlreichen, ausführlichen Dia- wie Monologen und mit der detailverliebten Ausstattung des Settings im Retro-Look hebt sich das Werk von gängigen Hollywood-Konventionen ab.

Sieben Fremde treffen in einer verregneten Nacht kurz vor Ende der Sechziger Jahre an der Grenze zwischen Nevada und Kalifornien (scheinbar aus Zufall) aufeinander. In dem heruntergekommenen, mysteriösen Hotel El Royale buchen sich der Priester Daniel Flynn (Jeff Bridges), der Staubsaugervertreter Laramie Seymour Sullivan (Jon Hamm), die Sängerin Darlene Sweet (Cynthia Erivo), eine geheimnisvolle Unbekannte (Dakota Johnson) und ihre Schwester (Cailee Spaeny) ein. Alle hüten ein dunkles Geheimnis, das keineswegs ans Licht kommen darf. Der zurückhaltende Concierge Mike Miller (Lewis Pullman) weist jedem Gast ein Zimmer zu. Schon bald spüren die Reisenden, dass in diesem Hotel nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Spätestens als die Unbekannte eine Geisel in ihrem Zimmer hält und der muskulöse Sektenführer Billy Lee (Chris Hemsworth) oberkörperfrei im Regen am Lake Tahoe einläuft, ist allen klar, dass diese Zusammenkunft keineswegs zufällig ist ...

Lange tappen die Zuschauer im Dunkeln bis Goddard in „Bad Times At The El Royale“ ansatzweise durchblicken lässt, wie die einzelnen Charaktere miteinander verbunden sind. In separaten Kapiteln erzählt er die Geschichten der einzelnen Darsteller, wovon die einen mehr und die anderen weniger überzeugen, so die Kritiker. Punkten könne der Star-besetzte Noir-Krimi vor allem mit seiner technischen Versiertheit, das El Royale ist architektonisch und stilistisch eine Augenweide. So könne man sich am Design sattsehen, bis der Plot zum fulminanten Finale schließlich gehörig an Fahrt aufnimmt. | Carolin Keller


»Bad Times At The El Royale«: mit Chris Hemsworth, Dakota Johnson, Jon Hamm; Regie: Drew Goddard, USA 2018, 141 Minuten, ab 12 Jahren, Kinostart: 11. Oktober

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