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Höhepunkte

Zauberin mit Liebessklaven: Händel-Festspiele in Karlsruhe

Startet feurig, endet tragisch: die Liebe zwischen Semele (Jennifer France) und Göttervater Jupiter (Ed Lyon).

Startet feurig, endet tragisch: die Liebe zwischen Semele (Jennifer France) und Göttervater Jupiter (Ed Lyon). (Foto: Falk von Traubenberg/frei)

Bei den kommenden Karlsruher Händel-Festspielen, es sind die einundvierzigsten, kehrt man zur italienischen Oper seria und zu einem Stoff aus Ariosts Versepos „Orlando furioso“ (1516) zurück.

Mit „Semele“ gab es beim letzten Mal antike Mythologie in englischer Sprache und der musikalischen Form des Oratoriums. „Alcina“ gilt als eine der schönsten Händel-Opern. Im Mittelpunkt der recht wirren erotischen Intrigenhandlung steht eine Zauberin, die Männer vorzugsweise in Tiere oder Liebessklaven verwandelt. Letzteres ist dem Ritter Ruggiero widerfahren, weshalb dessen Braut Bradamante nicht unerhebliche Anstrengungen unternehmen muss, um ihren Helden aus Alcinas Bann zu lösen. Als dies schlussendlich gelingt, verliert Alcina, die Ruggiero wahrhaftig liebt, ihre Zauberkraft.

 

Gerade diese scheiternde Femme fatale hat Händel mit Arien bedacht, die die Gestalt psychologisch vertiefen; besonders bekannt ist Alcinas Klage „Ah, mio cor, schernito sei“ (ach, mein Herz, du bist verhöhnt). In Karlsruhe will der junge amerikanische Regisseur James Darrah „eine neue ästhetische, eindrucksvolle und darüber hinaus visionäre Deutung dieses Stoffes“ auf die Bühne bringen. Die musikalische Leitung hat mit Andreas Spering ein arrivierter Spezialist für historisch informierte Aufführungspraxis (Premiere: Fr 16.2., 19 Uhr).

 

Zum weiteren Programm der 41. Händel-Festspiele gehören die Wiederaufnahme der „Semele“-Inszenierung (s. Bild, Fr 23.2., 19 Uhr) sowie diverse Konzerte, darunter zwei mit namhaften Countertenören: Valer Sabadus (Sa 17.2., 19 Uhr) und Franco Fagioli (Fr 2.3., 19 Uhr) singen jeweils ein Potpourri barocker Arien.


Info

41. Internationale Händel-Festspiele: 16.2. bis 2.3.2018, Karlsruhe, Badisches Staatstheater (und Christuskirche); Karten: Tel. 0721-933333, www.staatstheater.karlsruhe.de. |kai

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