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Donnerstag, 31. Januar 2019 Drucken

Höhepunkte

Internationales »Tanzmainz«-Festival des Staatstheaters Mainz

Poetisch und auch humorvoll: Gekleidet in aufbauschendes Musselin erscheinen die taiwanischen Tänzer in „Floating Flowers“ selbst wie sanft über das Wasser treibende Laternen.

Poetisch und auch humorvoll: Gekleidet in aufbauschendes Musselin erscheinen die taiwanischen Tänzer in „Floating Flowers“ selbst wie sanft über das Wasser treibende Laternen. (Foto: Chang-Chih-Cheng/frei)

Es sei ein „Abbild der Vielfalt unserer Welt“, sagt Tanzdirektor Honne Dohrmann über das Tanzmainz-Festival im Staatstheater Mainz vom 27.3. bis 6.4.

Diese Aussage gilt für die Tanzwelt und auch für die Welt an sich. Stammen doch die Tänzer und Choreografen, die in unterschiedlichen, ungewöhnlichen und innovativen Inszenierungen verschiedenste Stile und Formensprachen präsentieren, aus vielen Ecken der Erde, von Europa über Nord- und Südamerika bis Afrika und Asien. Mit „Autobiography“, einer dynamischen, aber dennoch zarten Meditation über die Vielfalt von Lebenswegen, eröffnet die Kompanie des britischen Choreografen Wayne McGregor das Festival (27.3.). Zuvor war die Produktion bereits am 26.1. in Ludwigshafen zu sehen.

Bewegung als universelle Sprache der Kunst

Inspiriert von Kindheitserinnerungen des Choreografen Po-Cheng Tsai ist „Floating Flowers“, das die Kompanie B.Dance aus Taiwan in deutscher Erstaufführung zeigt (29./30.3.). Als Kind wurde Po-Cheng Tsai von seinem Vater zum Geisterfest mitgenommen, einer der populärsten buddhistischen Zeremonien Taiwans. Auf dem Wasser treibende Laternen sollen Glück bringen und die Götter preisen. In „Floating Flowers“ verbinden die Tänzer traditionelle asiatische Bewegungskunst und Martial Arts mit zeitgenössischem Tanz.

Facettenreich und hochkarätig

Eine ungewöhnliche Kombination findet sich auch im Stück „(B)“ der Compagnie Siamese aus Belgien (30.3.): Diese besteht aus Tänzern und Profiboxern. Keine Profis, sondern Straßentänzer und Hip-Hopper hat der französische Choreograf mit algerischen Wurzeln, Hervé Koubi, in Algier für sein erfolgreiches Stück „Die Schuld des Tages an der Nacht“ (1.4.) gecastet. Das Ensemble der südkoreanischen Choreografin Eun-Me Ahn präsentiert mit „North Korea Dance“ eine deutsche Erstaufführung mit politischer Brisanz (4.4.). Und natürlich beteiligt sich auch die Sparte Tanzmainz des Staatstheaters selbst am Festival, mit „Effect“ von Taneli Törmä (29.3., 1./2./3.4., Kunsthalle).


Info

Tanzmainz-Festival: 27.3. bis 6.4., Mainz, Staatstheater, Kartentelefon: 06131-2851222, komplettes Programm: www.staatstheater-mainz.com.  |kade

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