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Donnerstag, 30. August 2018 Drucken

Höhepunkte

Hinter den Kulissen von Industriekultur und Kulturindustrie

»Grenzenlos Kultur« in Mainz

Mit „Game of Thrones reloaded“ im Zentralcafé: das Puppentheater Das Helmi & Guests (So 16.9., 16, 18, 20, 22 Uhr).

Mit „Game of Thrones reloaded“ im Zentralcafé: das Puppentheater Das Helmi & Guests (So 16.9., 16, 18, 20, 22 Uhr). (Foto: Holger Rudolph/frei)

Schlusspunkt des Festivals: „Clean City“.

Schlusspunkt des Festivals: „Clean City“. (Foto: C. Georgiadou/frei)

Auf pfiffige Weise bringt die „Lebenshilfe Kunst und Kultur“ in Mainz Industriekultur als Motto des Kultursommers und ihr inklusives Theaterfestival „Grenzenlos Kultur“ auf einen Nenner.

Die Industrialisierung habe einerseits Rollstühle verbessert und die medizinische Versorgung vorangetrieben, andererseits Menschen mit Handicap an den Rand einer Gesellschaft gedrückt, die auf Produktivität getrimmt sei. „Wenn alles auf eine Wertschöpfung hinausläuft, stellt sich automatisch die Frage, ob man Wert(e) nicht (wo)anders schöpfen muss. Zum Beispiel im Theater“, erklären die Kulturschaffenden – und liefern ein buntgefächertes Programm, das hinter die Kulissen von Industriekultur und Kulturindustrie blicken lässt und weit über Theater hinaus geht und auch in dieser Hinsicht Grenzen sprengt. Genregrenzen nämlich.

Facettenreiche Inszenierungen

So verspricht die 20. Auflage des bundesweit dienstältesten inklusiven Theaterfestivals ein spannendes, kunterbuntes Erlebnis für alle zu werden. Zu Theaterstücken gesellen sich Konzerte, Performances, Lesungen, Straßenmusik, spannende Mischformen und das Symposium „Out of Time – Zeitlichkeit im inklusiven Theater“ (Fr 14.9., 9.30-18 Uhr, Kleines Haus und VHS). Zum Auftakt zeigt das Zürcher Theater Hora „Bob Dylans 115ter Traum“, eine Hommage an den Songpoeten und Literaturnobelpreisträger (Do 13.9., Fr 14.9., jeweils 19.30 Uhr, Kleines Haus). Ausgehend von „Dylans Abstürzen und Höhenflügen, Spleens und Unberechenbarkeiten und seinem lebenslangen Kampf für die Freiheit des Eigensinns“ reflektiert das Ensemble seine eigene Rolle in einer Gesellschaft, die immer stärker auf Normen und Grenzen fixiert ist.

Weltmusik trifft französischen Rap

Als weiterer Höhepunkt gilt das Doppelkonzert von Percujam und den 17 Hippies, bei dem Weltmusik auf französischen Rap trifft (Sa 15.9.,19.30-23 Uhr), während freitags und samstags ab 13 Uhr draußen Les Grooms mit „La Baronnade“ und Brassmusik die Mainzer Innenstadt unsicher machen. Dazwischen gibt es täglich mehrere Performances internationaler Projekte, Puppentheater von Das Helmi, Tanz und mehr. Den Schlusspunkt setzen Meine Damen und Herren mit dem Kinderstück „Gans anders“ (So 23.9., 16 Uhr, U17) und Anestis Azas & Prodromos Tsinikoris mit der Theater-Performance „Clean City“ (18 Uhr, Kleines Haus).

 

Zum ersten Mal lädt übrigens das Zentralcafé, eine Containerlandschaft auf dem Tritonplatz, zur Begegnung mit zusätzlichem Programm ein (13.-23. September gegen Abend geöffnet).


Info

»Grenzenlos Kultur vol. 20« – inklusives Theaterfestival: Do 13.- So 23.9., Mainz, Staatstheater, verschiedene Spielstätten, mehr Infos: www.grenzenlos-kultur.de.  |wig

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