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Donnerstag, 08. März 2018 Drucken

Höhepunkte

67. Schwetzinger Festspiele des SWR

An Christi Himmelfahrt, 10. Mai um 11 Uhr im Mozartsaal: Belcea-Quartett mit Mozart, Janácek und Mendelssohn.

An Christi Himmelfahrt, 10. Mai um 11 Uhr im Mozartsaal: Belcea-Quartett mit Mozart, Janácek und Mendelssohn. (Foto: Marco Borggreve/frei)

Spielt am 30. April Transskriptionen Franz Liszts: Bertrand Chamayou.

Spielt am 30. April Transskriptionen Franz Liszts: Bertrand Chamayou. (Foto: Marco Borggreve/frei)

Die Karten für die Opern und manches Starkonzert sind schon alle verkauft.

Aber im reichen Programm der 67. Schwetzinger Festspiele, die der SWR vom 27. April bis 26. Mai ausrichtet, lässt sich noch manches Schöne entdecken. 57 Musikereignisse präsentieren international berühmte Künstler ebenso wie aufstrebende junge Musiker unter dem Motto „Übergänge“: In einer Zeit rasanter Veränderungen ohne erkennbares Ziel sei es hilfreich, sich seiner Herkunft zu vergewissern, begründet das die Festivalleitung. Den Übergang ins Unbekannte mit der Gefahr tödlichen Scheiterns gestaltet die musikdramatische Auftragskomposition der Festspiele, „Argo“, von José Maria Sánchez-Verdú (Musik) und Gerhard Falkner (Text). Der Stoff entstammt der antiken Mythologie: Der Argonaut Butes verfällt dem Gesang der Sirenen und stürzt sich sehnsuchtsvoll ins Meer. Wesentliches Element dieses Musikdramas ist raumerweiternde Live-Elektronik: Freitag, 27.4. und Sonntag, 29.4. um 18 Uhr im Schwetzinger Rokoko-Theater.

 

Hoch anspruchsvoll, aber gewiss auch ungemein spannend wird die Konfrontation von Responsorien Carlo Gesualdos zur Karwoche, hochexpressiver, sehr persönlicher Renaissancevokalmusik, mit sieben zeitgenössischen Motetten nach Passionstexten von Wolfgang Rihm, die erkennbar auf Gesualdo Bezug nehmen. Das SWR-Vokalensemble wird die Stücke am Dienstag, 1.5. um 18 Uhr in der Schwetzinger Kirche St. Maria so kombinieren, dass sie sich gegenseitig befragen.

Kirchenmusik

Kirchenmusikalisches gibt es auch in Speyer: Am Dienstag, 15.5. um 20 Uhr in der Domkrypta die berühmte, heutigen Hörern fremd anmutende „Messe de Nostre Dame“ von Guillaume de Machaut aus dem 14. Jahrhundert mit den Ensemble Graindelavoix, und am Pfingstsonntag, 20.5., Karwochen- und Trauermusik der iberischen Spätrenaissance mit dem Tenebrae Choir: um 20 Uhr in St. Joseph.

 

Groß ist das Angebot an Kammerkonzerten: Sechs Streichquartett-Matineen sind allein terminiert; unter anderem mit dem Minguet- und dem Belcea-Quartett. Klavierabende geben unter anderem Deszö Rankí (Do 17.5., 19.30 Uhr, Mozartsaal, mit Haydn, Brahms und Schubert) oder der junge Pianist Bertrand Chamayou (Mo 30.4., 19.30 Uhr, Mozartsaal).

 

Der in Mannheim und Schwetzingen entstandenen Musik des 18. Jahrhunderts (Vogler, Fils, Jomelli u.a.) widmet sich die „Schwetzinger Hofmusik-Akademie“ mit der Camerata Villa musica am Samstag, 5.5., 18 Uhr, im Schwetzinger Rokokotheater.


Info

67. Schwetzinger SWR-Festspiele: 27. April-26. Mai, Schwetzinger Schloss und Kirchen in Schwetzingen und Speyer. Kartentelefon: 07221-300100. |hap

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