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Samstag, 24. Februar 2018

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Hambel, Klaus

 

Beinahe Schreinerlehre begonnen

Es hätte nicht viel gefehlt und Klaus Hambel hätte eine Schreinerlehre begonnen. Dass es anders gekommen ist, wissen nicht nur Genießer in der Pfalz. Berühmt geworden ist der Fleischermeister, der nur ein Geschäft in Wachenheim betreibt, bundesweit Weinläden beliefert und seine Produkte in der kalten Jahreszeit über einen Internetshop vertreibt (www.metzgerei-hambel.de), vor allem durch den Saumagen. Für den Erfolg, so Klaus Hambel, sei aber nicht nur dieser ein Grund für den Erfolg. Der 56-Jährige sieht als entscheidenden Faktor auch das relativ kleine Sortiment, das neben dem Saumagen noch Leber- und Blutwurst, Schwartemagen, Bratwurst und Leberknödel umfasst. Hambel legt dabei die Messlatte für Qualität sehr hoch – seit 1985, als die Metzgerei gegründet wurde. Sechs bis sieben Variationen von Saumagen hält Klaus Hambel stets bereit. Neben dem Klassiker auch ausgefallenere Arten. Zubereitet hat ihn Hambel schon mit Pfifferlingen und Speck oder in der Saison mit grünem Spargel. „Wir arbeiten dabei mit dem klassischen High-end-Produkt, das dann verfeinert wird“, erklärt der Metzger, der auch schon peppige Varianten wie den Saumagen mit Schafskäse und Chilli entworfen hat, zu dem er etwa einen kräftigen Gewürztraminer empfiehlt – natürlich aus der Pfalz, die er wegen der Gastfreundschaft schätzt und weil hier so viel wachse. Zum reinen Kalbssaumagen schmecke ein Chardonnay oder Grauburgunder, zum Maronensaumagen gerne auch ein Roter. Zur Weihnachtszeit hat Hambel Saumagenkugeln mit Trüffel entworfen und einen Saumagen gefüllt mit getrockneten Äpfeln und Feigen. Bis nach New York haben es seine Produkte, die es auch in „Hambel’s Restaurant“ in Wachenheim gibt, schon geschafft. Bei der UNO-Vollversammlung 1996 hatte Hambel die Aufgabe, ein Pfälzer Büffet für 1000 Personen zu richten. Mit Erfolg. mgi