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Carius, Carsten

 

„Die besten Stücke sind für mich!“

Was macht ein Schornsteinfeger in seiner Freizeit? Er züchtet Tiere und vermarktet deren Fleisch. Wie es dazu gekommen ist? „Ich war zehn Jahre lang Vegetarier, weil ich mich mit Massentierhaltung und alldem nicht mehr identifizieren konnte“, erzählt Carsten Carius, der in Ottersheim seinen Angushof betreibt. Dort hat er nicht nur 40 deutsche Rinder dieser Rasse, sondern auch 30 Schweine – Schwäbisch Hällische und Bunte Bentheimer. Alle in Freilandhaltung, der Betrieb (www.angushof-carius.de) ist Bioland zertifiziert. Mit drei Rindern hat der 48-Jährige 1996 angefangen. „Nur für mich“, wie er sagt. Zwei Jahre später schon sei das Interesse an seiner Züchtung gewachsen. Zuerst zählten Verwandte, Freunde und Nachbarn zu den Abnehmern, mittlerweile verkauft er über den eigenen Hofladen. Die Tiere bringt er zum Schlachter, die Teile werden dann in seinem zertifizierten Zerlegeraum von einem Metzger verarbeitet. „Die besten Stücke sind für mich“, erzählt er schmunzelnd. Und die sollen demnächst auf den eigenen Grill kommen, den er sich erst vor zwei Wochen gekauft hat. „Dann kommt ein Dry Aged Steak auf den Rost!“ Das ist in einem speziellen Kühlschrank bei ihm bei etwa 1,5 Grad vier bis sechs Wochen gereift. Genuss bedeute für ihn, das zu bekommen, was einem versprochen wird. Deswegen schwört er auf Bioland-Produkte – der Transparenz wegen. Für ihn gebe es bei Lebensmitteln nur 100 Prozent Bio, im Restaurant isst er beispielsweise kein Fleisch. Trinkt aber gerne mal ein Bier. Am liebsten das Bärenbräu aus seinem Heimatort. Aber es dürfe auch schon mal ein Wein sein. Dann am liebsten ein lieblicher. In schönem Ambiente zu einem geschmackvollen Essen, hübsch angerichtet. Auch das ist für den gebürtigen Ottersheimer Genuss. mgi