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Montag, 20. August 2018

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Schömel, Sascha

 

Wegen vier Kisten Pechstein in die Pfalz Mit 16 Jahren hat er die Ausbildung zum Restaurantfachmann begonnen, mit 17 stand der Plan, ins Ausland und aufs Schiff zu wollen. Den hat sich Sascha Schömel, Restaurantleiter und Sommelier im Restaurant „L.A. Jordan“ im „Ketschauer Hof“ in Deidesheim erfüllt. Gerade mal 30 Jahre ist der gebürtige Bingener alt, aber seine Vita ist beeindruckend. Er war bei „Amador“ in Langen und später in Mannheim, mit der „Sea Cloud II“ auf den Ozeanen unterwegs und sammelte internationale Erfahrung in Spanien, wo er in Mallorca sein Herz für die Pfalz entdeckte. Und das kam so: Achim Niederberger, bis zu seinem Tode Besitzer der Deidesheimer Weingüter Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl, von Winning sowie eben dem „Ketschauer Hof“,war oft zu Gast im Restaurant, in dem auch Schömel angestellt war. „Er brachte dann irgendwann mal vier Kisten ’Pechstein’ zum Probieren mit. Und als ich die kostete, wollte ich in die Pfalz“, erzählt Schömel. Aus seinem Faible für Spanien und die spanische Weinwelt macht er keinen Hehl, doch der Pfälzer Riesling ist für ihn unschlagbar. Und wie so manch anderer Genuss-Experte hebt auch er den Facettenreichtum der Rebsorte hervor. Seinen Gästen indes empfiehlt er nicht nur seine eigenen Vorlieben. Da ist er ganz Profi, wie er sagt. Und natürlich versucht der 30-Jährige den Gast von seiner Empfehlung zu überzeugen. Überzeugend war auch der Sommelier, mit dem Schömel während seiner Ausbildung zusammengearbeitet hat. „Mit Luca war ich bei einer Fassprobe, die mich hinter die Kulissen hat blicken lassen“, sagt er. Später seien beide noch gemeinsam in Frankreich und Italien unterwegs gewesen – die Liebe zum Wein sei so entstanden. Seine Ausbildung zum Sommelier hat er schließlich 2008 absolviert, ein wichtiger Schritt, denn eine Basis, eher trockene Theorie, sei ganz wichtig für den Beruf. In Sachen Food-Pairing ist auch er der Meinung, dass der Geschmack entscheidet. Er gibt nur Anregungen und schließlich sei er ja „nur“ der Mundschenk. mgi