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Krämer, Mathias

 

Zu Miesmuscheln ein Stout

Wie kommt ein gelernter Weinhandelsküfer auf die Idee Bier zu machen? „Da hat mich ein Freund drauf gebracht“, erzählt Mathias Krämer von „BrauArt“ in Grünstadt-Sausenheim. Der sei häufiger mal in Belgien gewesen. Und stets bei seiner Rückkehr habe er sich beschwert, dass seine neue Lieblingsbrauerei von einem Großkonzern aufgekauft wurde und das Bier nicht mehr schmeckte. „Ich mache mein eigenes Bier“, lautete dessen Statement. Krämer war sofort begeistert von der Idee, und so entstand 2013 die kleine Brauerei, die der Craft-Bier-Welle zugeordnet werden darf – ohne dass der Inhaber auf dieser reiten möchte. Kreativität steht für den 37-Jährigen an erster Stelle. So kam kürzlich ein aus Nordkorea inspiriertes Bier zur Produktion, das mit Reis, Buchweizen, Ingwer, Ginseng, Seetang und Kimchi-Kulturen gebraut wurde. Neben dem Hopfen sind für die vielfältigen Aromen in seinen Bieren – sechs gibt es regulär, dazu Saison-Biere – auch andere Rohstoffe wie Früchte, Kräuter oder Rauchmalz verantwortlich. Die Biere erlauben interessante Kombinationen mit Speisen. Zu Miesmuscheln in Sauce trinkt Krämer aber auch gerne ein Stout. Wie die Biere von „BrauArt“ (brau-art.jimdo.com) munden, können Interessierte bei Bierproben auf Messen oder etwa bei der Bierwanderung in Enkenbach-Alsenborn (siehe Seite 10) erfahren. Als echter Pfälzer mag Krämer natürlich auch Wein, vornehmlich Riesling, aber auch Liebfrauenmilch und alte Rebsorten. Genuss bedeutet für ihn alles, was handwerklich gemacht ist. Und da bietet die Pfalz viele Möglichkeiten. Die Region schätzt er wegen ihrer herzlichen Menschen, der Kultur, der Landschaft, der Restaurants, der Ausblicke und vor allem deshalb, „weil es hier einfach alles gibt“.mgi