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Donnerstag, 21. Juni 2018 Drucken

Museen & Galerien

Ins Netz gegangen: »Hashtag« in Mannheim

Schneckenlache: „Arion Vulgaris“ von Susan Donath.

Schneckenlache: „Arion Vulgaris“ von Susan Donath. (Foto: frei)

Nein, auf Instagram gibt es nicht bloß Milliarden Katzenfotos und exhibitionistische Darbietungen menschlicher Barbies – es gibt auch Kunst.

Viele bildende Künstler nutzen das Online-Bildportal mittlerweile als virtuellen Ausstellungsraum, sodass das Stöbern auf „Insta“ unter Umständen den Besuch einer Kunstmesse oder den Gang durch die Ateliers an den Akademien ersetzen kann.

Bizarre Objekte

In diesem Sinne hat Jan Peter Kern, Mitarbeiter der Galerie Fath Contemporary, Instagram durchpflügt und fünf Positionen aus dem Netz gefischt, die nun, ganz real, in Mannheim unter dem Titel „Hashtag“ gezeigt werden. Mit dabei ist zum Beispiel die 1979 in Apolda geborene Bildhauerin Susan Donath, die an unser Ekelgefühl appelliert, indem sie scheinbar schleimige, aus blutrotem Silikon geformte Nacktschnecken zuhauf aus dem Abfluss eines Handwaschbeckens kriechen lässt. Bizarre Objekte hat auch der Berliner Konzeptkünstler Via Lewandowsky angeliefert: einen qualmenden Kassettenrekorder etwa und eine Stehlampe, an der sich ein – gottlob ausgestopfter – Hund erhängt hat. Ebenfalls ironisch wird’s im Video „Namedropping“ des 32-jährigen Krefelders Julius Brauckmann: Darin sagt ein Papagei die Namen der teuersten Künstler auf, was man wohl durchaus als Parodie auf den Kunstbetrieb verstehen darf, wo ja gerne nachgeplappert wird, was man irgendwann irgendwo aufgeschnappt hat. Von den Malern Bertrand Fournier und Tobias Wenzel stammen die abstrakten Werke dieser Schau.


Info

»Hashtag« – bis 21.7., Mannheim, Galerie Fath Contemporary, Werderstraße 32, geöffnet: Do, Fr 14-19 Uhr, Sa 12-16 Uhr; am So 24.6. Kunstfrühstück 11-14 Uhr; Info: www.fath-contemporary.de. |kai

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