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Museen & Galerien

Faksimile-Schau in Speyer: Spaniens Apokalypsen

Christliches unter maurischem Einfluss: mittelalterliche Buchmalerei aus einer spanischen „Offenbarung“.

Christliches unter maurischem Einfluss: mittelalterliche Buchmalerei aus einer spanischen „Offenbarung“. (Foto: Bistum Speyer/frei)

Mit ihrer bilderreichen, in Visionen schwelgenden Sprache hat die biblische „Apokalypse“, also die „Offenbarung des Johannes“, bis heute zahlreiche künstlerische Darstellungen provoziert.

Zu den bekanntesten gehört Albrecht Dürers Holzschnittfolge aus dem Jahr 1498. Dass es im Südwesten Europas allerdings bereits Jahrhunderte zuvor intensive künstlerische Auseinandersetzungen mit dem allegorischen Rätseltext gab, lehrt uns nun eine Ausstellung in der Krypta des Doms zu Speyer.

Starker maurischer Einfluss

Versammelt sind hier Faksimile-Ausgaben von über 15 illustrierten Apokalypsen aus dem mittelalterlichen Spanien. Weil dort ab dem frühen 8. Jahrhundert bis ins 13., teilweise sogar bis weit ins 15. Jahrhundert hinein die Mauren herrschten und infolgedessen der Islam Staatsreligion war, gaben die iberischen Christen dem schwer zu dechiffrierenden Text der Johannes-Offenbarung offenkundig den Vorzug vor den vier Evangelien. Interessant an den iberischen Apokalypse-Handschriften ist außerdem die Tatsache, dass ihre Buchmalereien deutlich den Einfluss maurischer Kultur verraten: Sei es nun durch gezeichnete Architekturelemente wie den charakteristischen arabischen Hufeisenbogen oder durch den hohen Abstraktionsgrad, der sich in einer Vorliebe für Bauklötzchen-Geometrie und abgezirkelte Ornamentik offenbart.


Info

»Die Frohbotschaft der Apokalypse: Mittelalterliche spanische Buchmalerei« – bis 12.8., Speyer, Dom, Krypta, geöffnet: Mo-Sa 9-19 Uhr, So 11.30-17.30 Uhr; Info unter: www.bistum-speyer.de.

 

|kai

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