Region mit Zukunft - page 7

Nur Reste erhalten
Von der früheren Burg Beil-
stein sind nur wenige Reste er-
halten, die zum Teil bei Aus-
grabungen entdeckt wurden.
Die Burgruine steht östlich
von Kaiserslautern auf dem
313 Meter hohen Beilsteiner
Kopf, von dem sie ihren Na-
men hat.
Mehrere markierte und weitge-
hend ebene Wanderwege füh-
ren zu der Burgruine. Von der
Geschichte der Burg, die nur et-
wa 250 Jahre bestand, ist nicht
allzu viel bekannt. Als Ersatz für
dieses fehlende Wissen wurden
im Lauf der Jahrhunderte meh-
rere Märchen und Sagen zur
Burg Beilstein erfunden.
Genau genommen stehen auf
dem Beilsteiner Kopf die Reste
von zwei Burgen. Von der ur-
sprünglichen Burg, die Mitte
Von der Burgruine Beilstein bei Kaiserslautern ist wenig bekannt
des zwölften Jahrhunderts er-
baut wurde, sind auf der Ostsei-
te des Felsens, unterhalb eines
Sandsteinplateaus, nur noch ei-
nige Steinreste vorhanden. Es
war die sogenannte Vorburg.
Die Hauptburg wurde 1234 er-
baut. Von ihr sind unter ande-
rem noch Mauerfundamente,
eine Zisterne und ein Torbogen
erhalten.
Die Burg Beilstein war eine
sogenannte Ministerialienburg,
was bedeutet, dass Ministeriale
des Reiches hier lebten. Minis-
teriale waren imDienst des Kai-
sers stehende Beamte.
Zwischen 1420 und 1455
wurde Burg Beilstein zerstört,
wie, das ist nicht bekannt. In-
zwischen gehört die Burgruine
der Stadt Kaiserslautern. Die
Ruine ist ein Natur- und Kultur-
denkmal.
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Kleinod mitten
in der Stadt
Der Japanische Garten in Kai-
serslautern istmit einer Fläche
von rund 13.500 Quadratme-
tern einer der größten japani-
schen Gärten in Europa. Der
1997 gegründete Verein
„Freunde des Japanischen Gar-
tens Kaiserslautern“ hat we-
sentlich zur Entwicklung des
mitten in der Stadt liegenden
Kleinods beigetragen.
Kaiserslautern hat seit 1993 ei-
ne Partnerschaft mit der japani-
schen Stadt Bunkyo-ku. Bei ei-
nem offiziellen Partnerschafts-
besuch in Japan im Jahr 1993
kündigte der damalige Ober-
bürgermeister Gerhard Piontek
an, dass in Kaiserslautern ein Ja-
panischer Garten angelegt wer-
den sollte. Die Suche nach ei-
nem passenden Gelände dauer-
te einige Zeit.
Der damalige Leiter des Grün-
flächenamts der Stadt, Volker
Menzel, hatte schließlich die
Idee, auf dem Gelände „Am
Abendsberg“ einen Japanischen
Garten zu gestalten. Es ist ein
Gelände mit einer interessan-
ten Geschichte. Ursprünglich
gab es hier einen Steinbruch
zum Abbau von Buntsandstein.
Zwischen 1870 und 1890 kaufte
Kommerzienrat Karl Karcher
das Gelände und beauftragte
die bekannten Frankfurter
Landschaftsarchitekten Sies-
mayer, einen Landschaftspark
im englischen Stil anzulegen.
Einige der damals gepflanzten
Bäume sind heute noch im Japa-
nischen Garten erhalten. 1934
wurde Karcher enteignet. In
den folgenden Jahrzehnten
Japanischer Garten im Jahr 2000 eröffnet
wuchs der Park dicht zu. Der Ja-
panische Garten wurde in fünf
Bauabschnitten angelegt. Im
Jahr 2000, als in Kaiserslautern
die erste Landesgartenschau
stattfand, wurde der erste Ab-
schnitt des Japanischen Gartens
eröffnet.
Das Konzept des Japanischen
Gartens beinhaltet zwei Teich-
gärten, der eine ist ruhig und
meditativ gestaltet, der andere
ist durch einen zehn Meter ho-
hen Wasserfall geprägt. Schma-
le Wege führen in Form eines
Rundparcours durch den Gar-
ten. Ein Zen-Garten, ein Berg-
Garten und ein aus Japan stam-
mendes Tee- und Gästehaus
sind einige der Elemente des Ja-
panischen Gartens.
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Ursprung war ein Kloster
Die Stiftskirche in Kaiserslau-
tern gehört zu den bedeu-
tendsten gotischen Kirchen-
bauten in der Pfalz und ist die
älteste Hallenkirche in der Re-
gion.
Ursprung der Stiftskirche war
ein Kloster des Prämonstraten-
ser-Ordens, denKaiser Friedrich
I. im Jahr 1176 nach Kaiserslau-
tern geholt hatte. Um 1250 be-
gannen die Prämonstratenser
mit dem Bau einer dreischiffi-
gen Klosterkirche. Als Erstes
wurde ein Chor errichtet. In
Kaiserslauterer Stiftskirche ist älteste Hallenkirche der Region
mehreren Abschnitten wurde
weitergebaut und erst im 16.
Jahrhundert waren die Arbei-
ten beendet. Doch auch in spä-
teren Jahrhunderten gab eswei-
tere Ergänzungen, so wurde im
18. Jahrhundert der Hauptturm
erhöht.
Während der Reformation
wurde die Stiftskirche zu einer
evangelischen Kirche. 1818 gab
es in der Stiftskirche ein für die
evangelische Kirche der Pfalz
bedeutendes Ereignis: Hier
schlossen sich die Lutheraner
und die Calvinisten zu einer ver-
einigten Landeskirche zusam-
men.
Von der ursprünglichen Klos-
terkirche ist kaum noch etwas
erhalten. Seit 1806 wurden im-
mer wieder Teile abgerissen,
zuletzt 1965 die gotische Sakris-
tei. Auch wurde die Stiftskirche
im 2. Weltkrieg beschädigt.
Heute ist die Stiftskirche die
Kirche der größten evangeli-
schen Pfarrgemeinde der Stadt.
Die Kirchewird von vielenMen-
schen besichtigt. Bekannt ist
das Glockenspiel, das täglich
mehrmals zu hören ist.
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Samstag, 24. März 2018
DIE RHEINPFALZ
| Seite 7
Verein Zukunftsregion Westpfalz
Sagenumwoben: Die Burgrui-
ne Beilstein östlich von Kai-
serslautern.
FOTO: ZRW/FREI
Ein Teehaus aus Japan ist eine
der Attraktionen des Japani-
schen Gartens.
FOTO: ZRW/FREI
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