1. FC Kaiserslautern
Wie fit ist FCK-Torjäger Ivan Prtajin? Trainer Lieberknecht erklärt seine Vorsicht
Der Blick in die Statistiken deutet auf neue Bestmarken hin. Zumindest in der jüngeren Geschichte des 1. FC Kaiserslautern. Die Quote von Mittelstürmer Ivan Prtajin bewegt sich schon jetzt auf dem Niveau der beiden besten FCK-Torjäger seit dem Wiederaufstieg in die 2. Liga im Jahr 2022. Mit seinem Doppelpack beim 2:2 bei Tabellenführer Schalke 04 erhöhte der Kroate seine persönliche Bilanz nach zwei Spielen der Rückrunde bereits auf elf Treffer, die Marken von Terrence Boyd (13 Tore/Saison 2022/2023) und Ragnar Ache (16 in der Saison 2023/2024 und 18 in der Saison 2024/2025) sind für die Sommer-Verpflichtung von Union Berlin in Reichweite. Die Aufstiegshoffnungen des FCK stehen und fallen mit der Verfügbarkeit des Angreifers aus Zadar an der kroatischen Adriaküste.
Ohne seine Anfälligkeit für kleinere und größere Verletzungen hätte Prtajin mutmaßlich bereits noch mehr Tore erzielt. „Wir müssen ihn besonders behandeln und ihn am Wochenende spielfähig bekommen. Dann ist er jemand, der uns hilft, Tore zu schießen“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht in Gelsenkirchen. In der Trainingswoche vor dem Schalke-Spiel hatte Prtajin eine Einheit angeschlagen abbrechen müssen, im Topspiel kam der 29-Jährige erst nach einer guten Stunde auf den Platz – und traf schon nach wenigen Sekunden mit seiner ersten Ballberührung mit einem erstklassigen Kopfball zum 1:0.
Nicht im „Vollbesitz seiner Kräfte“ oder „bereit für 90 Minuten“?
Er sei nicht im „Vollbesitz seiner Kräfte“ gewesen, begründete Lieberknecht die Joker-Rolle für seinen besten Torjäger. Prtajin sah das, angesprochen auf seinen aktuellen Fitnesszustand, ein wenig anders. „Ich bin bereit für 90 Minuten“, sagte der Kroate mit Blick auf das Pfalz-Saarland-Duell gegen die SV Elversberg am Samstag (20.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) auf dem Betzenberg.
Lieberknecht will jedoch von der umsichtigen Vorgehensweise bei einem seiner Schlüsselspieler in der Offensive nicht abweichen. „Es ist wichtig, dass er in der Trainingswoche einen Rhythmus reinbekommt“, sagte der FCK-Coach zu Prtajins Startelf-Chancen gegen Elversberg. Wenn er das schafft und komplett fit ist, geht am Kroaten ohnehin kein Weg vorbei. Er hat in dieser Saison bisher im Schnitt alle 90 Minuten einen Treffer erzielt – damit ist er der beste Torjäger der 2. Liga. Besser sogar als der in der Winterpause zu Eintracht Frankfurt gewechselte frühere Elversberger Younes Ebnoutalib, der 105 Minuten für ein Tor benötigt hat.
