Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Wer steigt direkt in die Regionalliga auf: FKP oder FCK II?

Vor dem letzten Oberliga-Spieltag führt FKP-Stürmer Marc Ehrhart (in Blau) die Torjägerliste an, Ivan Smiljanic (links) liegt mi
Vor dem letzten Oberliga-Spieltag führt FKP-Stürmer Marc Ehrhart (in Blau) die Torjägerliste an, Ivan Smiljanic (links) liegt mit dem FCK II auf dem ersten Tabellenplatz.

Das Duell um die Oberligameisterschaft zwischen dem 1. FC Kaiserslautern II und dem FK Pirmasens geht am Samstag in die letzte Runde.

Wer hätte das gedacht? Nach dem sechsten Spieltag in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar sah so rein gar nichts danach aus, dass die U21 des 1. FC Kaiserslautern um die Meisterschaft mitspielen könnte. Drei Niederlagen in Folge, darunter auch ein 0:3 beim großen Konkurrenten FK Pirmasens, hatte der FCK II kassiert. Was folgte, ist vielleicht einzigartig: 27 Spiele in Folge blieb das Team von Trainer Alexander Bugera nach jenem sechsten Spieltag unbesiegt. Nun winkt im Saisonfinale gegen Schlusslicht FV Eppelborn am Samstag die Meisterschaft und der Aufstieg in die Regionalliga. Ein Punkt reicht im Fernduell mit dem FKP bereits. Es müsste schon mit dem Teufel – dann aber sicher nicht mit dem „Roten“ – zugehen, dass das Meisterstück am Samstag (15 Uhr, Fritz-Walter-Stadion) nicht gelingt.

Die Bühne ist bereitet, die Kulisse wird stimmen. Wahrscheinlich mindestens 5000 Fans werden dabei sein, wenn der FCK II am Samstag auf dem Betzenberg den finalen Schritt in die Viertklassigkeit gehen kann und will. Eppelborn, das mit gerade einmal elf Punkten schon länger als Oberliga-Absteiger feststeht, kommt immerhin am Samstag in den Genuss, auf der größtmöglichen Bühne, dem Fritz-Walter-Stadion, aus der Liga abzutreten. Für die U21 des FCK ist der Auftritt im Stadion die Belohnung für eine letztlich grandiose Saison.

Wohl um die 5000 Zuschauer auf dem Betzenberg

Allerdings: Auch diese Partie muss erst einmal gespielt werden. Denn im Falle einer Niederlage drohen dem FCK II – wie im Vorjahr – die Aufstiegsspiele um die Regionalliga-Zugehörigkeit. Denn der FKP hätte dann, ein Sieg gegen die Sportfreunde Eisbachtal vorausgesetzt, das bessere Torverhältnis. „Wir haben uns schon eine gewisse Stärke erarbeitet“, sagt FCK-Trainer Bugera. „Nach 27 ungeschlagenen Spielen in Folge können wir schon mit einer breiten Brust in die Partie reingehen. Dann auch noch im Fritz-Walter-Stadion vor vielleicht 5000 Zuschauern spielen zu dürfen – das Spiel müssen wir einfach ziehen.“

Wo hat der FKP die entscheidenden Punkte im Titelrennen liegenlassen? Mit Blick auf die sechs Unentschieden und vier Niederlagen in den bisherigen 33 Saisonpartien sagt FKP-Cheftrainer Daniel Paulus, dass das 2:2 im letzten Hinrundenspiel bei den Sportfreunden Eisbachtal „am meisten wehtut“. Denn seine Mannschaft hatte im Westerwald durch zwei Tore von Oskar Prokopchuk 2:0 geführt und lange alles im Griff gehabt.

Ehrhart kämpft um Torjägerkanone

Den 2:2-Ausgleich für die Eisbachtaler köpfte Jonah Arnolds, der mit 21 Saisontreffern auf Platz drei der Oberliga-Torschützenliste liegt. Diese führt der Pirmasenser Marc Ehrhart mit 27 Toren vor dem Karbacher Max Wilschrey (25) an. Gut möglich, dass Ehrhart am Samstag im Framas-Stadion nur zuschaut und hoffen muss, dass Wilschrey gegen Hertha Wiesbach nicht mehr als ein Tor erzielt. „Marc hat etwas Leistenprobleme. Ich werde da gar kein Risiko eingehen“, betont Paulus. Ein fitter Ehrhart in den beiden Regionalliga-Aufstiegsspielen daheim gegen den Vizemeister der Oberliga Baden-Württemberg, den VfR Mannheim, und den Hessenliga-Zweiten Eddersheim sei nun mal wichtiger als die Torjägerkrone. Für das Spiel gegen Eisbachtal gibt der Coach mehrere Ziele aus: auf eine dreistellige Trefferzahl erhöhen (aktuell 99 Saisontore), wie vorige Runde auf 78 Punkte kommen (drei fehlen dazu) und mit dem daraus resultierenden Sieg „da zu sein, wenn auf dem Betzenberg doch etwas Unerwartetes passieren sollte“.

Gegner Eisbachtal würde mit einem Sieg in Pirmasens den Abstieg vermeiden und müsste bei Unentschieden oder Niederlage auf günstige Resultate der Konkurrenz hoffen. Je nach Erfolg des Vizemeisters in der Aufstiegsrunde steigen drei oder vier Teams aus der Oberliga ab. Idar-Oberstein und Eppelborn stehen als Absteiger fest. Davor liegen Arminia Ludwigshafen (34 Punkte/Torverhältnis minus 27, in Idar-Oberstein), der FV Diefflen (36/-17, gegen Engers), der FV Dudenhofen (26/-13, in Gau-Odernheim) und eben Eisbachtal (37/-4). Das verspricht Spannung ...

Liveblog

Die RHEINPFALZ berichtet über das Finale im Aufstiegskampf der Oberliga in der Konferenz. Den Liveblog finden Sie ab Samstag, 14 Uhr, im Internet auf www.rheinpfalz.de/sport.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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