1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Reaktionen auf 0:3 des FCK in Kiel: „Wir waren ein bisschen von der Rolle“

Der nächste schwere Gang vor die Gästekurve: Einige Lauterer Profis in Kiel.
Der nächste schwere Gang vor die Gästekurve: Einige Lauterer Profis in Kiel.

Nach der 0:3-Niederlage des 1. FC Kaiserslautern bei Holstein Kiel am Freitagabend suchen die Spieler Erklärungen für den nächsten Auswärts-Aussetzer.

Die rund 700 Kilometer weite Fahrt in den hohen Norden der Republik hätten sich über 1500 Fans des 1. FC Kaiserslautern sparen können. Beim 0:3 (0:3) bei Holstein Kiel präsentierte sich der FCK am Freitagabend vor allem in der ersten Halbzeit mal wieder ganz schwach. Die Reaktionen von der Ostsee.

Trainer Torsten Lieberknecht: „Ich fange nicht mit den ersten 16 Minuten an, sondern mit der zweiten Halbzeit. Da haben wir das gespielt, was erwartet worden ist. Mit Dreier-, respektive Fünferkette. Da hat man gesehen, wir kommen nicht in den Zugriff. Deshalb hatten wir uns zu Beginn für eine Viererkette entschieden. Und als wir uns da an den Plan gehalten haben, als wir das umgesetzt haben, hätten wir mindestens 1:0, wenn nicht sogar 2:0 in Führung gehen müssen. Dann erleben wir wahrscheinlich ein anderes Spiel. Nach dem Rückstand durch einen sensationellen Schuss war es ein Spiegelbild dessen, dass wenn wir auswärts verlieren, wir auch den Kopf verlieren. Wir machen individuelle Fehler und halten uns nicht mehr an den Plan, was mich auch heute maßlos ärgert. Da hatte dann fast jeder Spieler mit sich zu kämpfen.“

FCK-Verteidiger Jacob Rasmussen: „Mir fehlen ein bisschen die Worte. Wir haben eigentlich am Anfang Zugriff, gewinnen ein paar hohe Bälle. Kiel tut sich schwer, wir können in Führung gehen. Dann machen die das Tor und drehen das Spiel. Wir haben es dann nicht mehr gut gemacht, mich inklusive. Als Mannschaft haben wir uns schwergetan. Wenn du zur Halbzeit 0:3 zurückliegst, ist es nicht einfach. Dann kannst du über Taktik reden, über was weiß ich. Aber da geht es eher um Charakter, um Wille, aber auch um die Ehre. Es war ein Scheißtag.“

Lautern-Kapitän Marlon Ritter: „Die ersten 15 Minuten wusste Kiel nicht, wo links und wo rechts ist. Dann kriegen wir ein Traumtor zum 0:1, machen einen Fehler vor dem 0:2, schlafen bei einer Standardsituation vor dem 0:3. Dann bringt es dir auch nix, wenn du 15 Minuten gut spielst. Dann liegst du 0:3 hinten und guckst dich doof an. Und musst hinterher wieder erklären, warum das wieder so passiert ist. Dafür habe ich keine Erklärung. Wir haben in Berlin gesehen, was möglich ist. Das wollten wir heute wieder zeigen. Wenn du individuelle Fehler machst oder zu einfache Gegentore kassierst, wird es schwer. Auch gegen eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft. Es ist ein gebrauchter Tag für uns alle.“

FCK-Torhüter Julian Krahl: „Der Anfang war gut, da haben wir Kiel in Fehler gezwungen, gut umgeschaltet und zwei, drei gute Chancen gehabt. Mit dem 0:1, das ein überragender Schuss war, sind wir nicht mehr richtig reingekommen, hatten keinen Zugriff mehr. Es ist für mich gerade auch schwer zu erklären. Das zweite und das dritte Tor darfst du dann aus diesen Situationen nicht bekommen. Wir waren dann ein bisschen von der Rolle. Ob wir haben uns nicht mehr an den taktischen Plan gehalten, weiß ich nicht. Aber wir hätten defensiv in den Zweikämpfen ekliger sein können. Wir müssen uns das nochmal angucken. Aber ich fand’ heute nicht, dass Einstellung, Leidenschaft und Bereitschaft gefehlt haben. Trotzdem ist es am Ende sehr bitter.“

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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