1. FC Kaiserslautern Mit 61 Punkten in die Relegation? FCK-Trainer Lieberknecht glaubt nicht daran
Rein rechnerisch kann der 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison noch ins Aufstiegsrennen der Zweiten Fußball-Bundesliga eingreifen. 61 Punkte können die Roten Teufel noch holen, dafür müssten sie aber alle ihre Spiele gewinnen. Spitzenreiter Schalke hat derzeit 58 Zähler auf dem Konto, Hannover auf dem Relegationsrang 53. Vergangene Saison hatten 58 Punkte gereicht, um die Relegation zu erreichen.
Am Freitag (18.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) ist der FCK beim Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel zu Gast. Die „Störche“ stecken im Abstiegskampf, zwei Punkte trennen sie vom 17. Rang. Nur auf den Tabellenrang will FCK-Trainer Lieberknecht den Gegner aber nicht reduzieren. „Es ist eine sehr physische Mannschaft“, sagte er und warnte: „Wenn du das Team an seinem Potenzial misst, darf Holstein Kiel nicht in der Situation sein, in der sie gerade sind.“
Wekesser, Prtajin und Müller fehlen
Der Trainer der Roten Teufel geht nicht davon aus, dass die maximal noch möglichen 61 Zähler zwingend für die Relegation reichen würden. „Wir mussten mit Eintracht Braunschweig mal mit 66 Punkten in die Relegation“, erinnerte sich Lieberknecht auf der Spieltagspressekonferenz an die Saison 2016/17. Er fügte an: „Für mich zählt jetzt aber nur das nächste Spiel, gegen Holstein Kiel, dass wir da drei Punkte holen.“ Denn für das Aufstiegsrennen würde es wahrscheinlich nur im äußerst theoretischen Fall reichen. Viel wichtiger wäre es, den eigenen siebten Tabellenplatz abzusichern, vielleicht die Ränge sechs oder fünz anzupeilen. Stichwort: Verteilung der Fernsehgelder.
In Kiel kann der FCK wie üblich auf seine äußerst reisefreudigen Anhänger zählen. Nachdem in der Vorwoche beim 1:0-Auswärtssieg in Berlin der ein oder andere Platz leer blieb, reisen laut Verein 1453 Fans mit in den hohen Norden. Der Gästeblock ist damit ausverkauft. Personell muss Lieberknecht neben dem Langzeitverletzten Ivan Prtajin (Achillessehnenriss) auf Erik Wekesser (grippaler Infekt) und Talent Erik Müller (individuelles Training nach Verletzung) verzichten.
