125 Jahre 1. FC Kaiserslautern Leserwahl: Das ist die FCK-Jubiläumsmannschaft
Gut zwei Wochen lang hatten Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Wahl im Internet: Wer war auf den jeweiligen Positionen der beste Spieler in der FCK-Geschichte? Und Sie haben sich reichlich beteiligt an der Abstimmung.
Gewählt hatten wir ein 3-4-3-System, weil dieses noch am ehesten die verschiedenen Spielsysteme abbilden konnte, die seit den 50er Jahren gespielt worden waren – vom WM-System mit fünf Stürmern über eine Abwehr mit Libero und die Vierer- hin zur Dreierkette. Uns war bewusst, dass mancher Spieler da nicht hundertprozentig reinpasst – erst recht nicht, wenn er im Laufe seiner Karriere verschiedene Positionen gespielt hat.
54er-Weltmeister weitgehend ohne Chance
Mehrere Punkte sind auffällig an den Ergebnissen: Die 54er-Weltmeister, obwohl die sportlich erfolgreichsten und jene, die mit der Walter-Elf den legendären Ruf der Roten Teufel begründet haben, bleiben mit Ausnahme von Ikone Fritz Walter bei den Abstimmungen auf ihren Positionen recht weit hinten. Weder ein Ottmar Walter noch ein Horst Eckel, ein Werner Liebrich oder ein Werner Kohlmeyer kam mit seiner Stimmenzahl auch nur in die Nähe des jeweiligen Siegers. Ist das einer Abstimmung im Internet geschuldet? Oder dass spätere Helden einfach von mehr aktuellen Fußballfans livehaftig gesehen wurden?
Überrascht hat uns, welcher Spieler positionsübergreifend die meisten Stimmen erhalten hat. Wer hätte da vorher auf Miroslav Kadlec gestimmt, der als Innenverteidiger 1332 Voten auf sich vereinen konnte? Er liegt damit noch vor Weltklasse-Torhüter und Publikumsliebling Ronnie Hellström (1109) sowie Fritz Walter, der mit 801 Stimmen den offensiven Mittelfeldpart klar für sich entscheiden konnte.
Bei den Mittelstürmern wird’s eng
Insgesamt dominieren, nicht überraschend, Spieler jener Mannschaften, die sich mit zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiegen erfolgreichstes deutsches Team der 90er Jahre nennen darf. Aus den 2000ern hingegen ist nur ein Spieler vertreten: Miroslav Klose. Er verbuchte auf seiner Position aber auch den geringsten Vorsprung vor dem Verfolger. Am Ende waren es 145 Stimmen, die den Ausschlag gegenüber „Fußball-Gott“ Olaf Marschall gaben.
Gespannt waren wir auch bei der Trainerfrage: Schafft es Meistermacher Karl-Heinz Feldkamp, der einen Fastabsteiger binnen eines Jahres zum Pokalsieger und nationalen Champion transformierte? Oder hat König Otto Rehhagel die Nase vorne, der nicht nur bereitwillig zum FCK in die Zweite Liga wechselte, sondern auch zum Wiederaufstieg führte und, noch wichtiger, zum einzigen Aufsteiger machte, der sofort deutscher Meister wurde. Die Fans haben hier eine klare Antwort gegeben und „Kalli“ Feldkamp zum Trainer unserer Jubiläumsmannschaft erkoren.
